Benutzer:Saschamaus/dbt k1

Aus Piratenwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Kapitel I

  • AmenHotep III
    • 1388–51/50 vuZ

Charaktere

 Aanon              r   Nubier       Kind
 AmenHotep III      r   Ägypter      Pharao
 Amram              r   Hebräer      Steinmetz, Grabräuber
 Anu                r   Hethiterin   Kammerzofe
 Aperel jr.         r   Hethiter     Wesir
 Aperel sen.        r   Hethiter     Wesir
 Benjamin           f   Hebräer      Oberster Schreiber d. 'Amen Re'-Tempel
 Boas               r   Hebräer      unbedeutender Landvogt, Grabräuber
 CheperuHorem       f   Ägypter      Rekrut
 Hawila             f   Nubier       Rebellengeneral
 Jakob              f   Hebräer      Knecht v. Boas, Grabräuber
 Jochebed           r   Hebräerin    Hebamme am Hof
 Juja               r   Nubier       Oberster Feldherr
 KaNechetPaAnhor    f   Ägypter      Feldwebel/ Leutnant d. Palastgarde
 LaEhm              f   Libyerin     Söldnerin, Frau v. Obed
 May                r   Ägypter      Hohepriester d. 'Amen Re'
 MeriNil            r   Ägypter      Vikar d. 'Aten'
 MeriPtah           r   Ägypter      Hohepriester d. 'Amen Re'
 NeferNeferTRe      r   Ä+N          Kind
 Obed               r   Hebräer      Sohn von Boas, Rekrut d. Palastgarde
 Phex               f   ?            Dieb
 PtahMosis          r   Ägypter      Hohepriester d. 'Amen Re'
 SebakHotep         r   Ägypter      Schatzmeister
 SebakMosis         r   Ägypter      Schatzmeister, Lehrer
 Teje I             r   Nubierin     Pharaonin
 ThuTAmenHotep IV   r   Ä+N          Kind
 ThuTMosis          r   Hebräer      Kind
 Tuja               r   Nubierin     Oberste Puffmutter

r – Realer Charakter f – Fiktiver Charakter


Ausbaldowern

Boas, ein unbedeutender Landvogt und sein Knecht Jakob, der Eseltreiber sitzen wie fast jeden Abend bei Amram, dem Steinmetz im Haus.

„Noch jemand Bier?“ fragt Amram

„Jo“ antwortet Boas, Jakob brummt nur zustimmend.

Amram holt noch einen Krug, schüttet die Becher voll und knallt den Krug auf den Tisch. Das Baby erwacht.

Boas schaut angewidert in die Richtung: „Scheiße, plärrt dein Balg schon wieder?“

Amram guckt in dieselbe Richtung: „Wieso, können uns die Nachbarn doch weniger hören.“ Trotzdem rückt er seinen Schemel näher an den Tisch heran, beugt verschwörerisch den Kopf nach vorne und fragt: „Also, wie wollen wir es machen?“


„Hast du die Baupläne aus dem Grab deines Großvaters mitgebracht, Jakob?“

Dieser nickt.

„Gut!“, jubelt Boas und leiser, „Mein Bengel versorgt die Wachen immer noch mit Bier. Amram, hast du von der Geburt deiner Frau noch Betäubungsmittel?“

„Ja, aber nicht sehr viel.“

Jakob legt einen kleinen Beutel auf den Tisch. „...für Tiere...“ nuschelt er.

„Noch besser, also hört zu.“, Amram und Jakob gucken interessiert. „Der Plan ist einfach. Wir betäuben die Wachen, danach brechen Amram und ich den Eingang auf...“

„...und wir holen uns dann die fette Beute“ jubelt Amram.

„Ein bisschen leiser bitte, aber JA, du hast recht!“ antwortet Boas.

„Eselkarren, wo warten?“ nuschelt Jakob.


So werden noch weitere Details besprochen, die Baupläne studiert, 2 weitere Krüge Bier geleert und am Ende einigen sie sich auf 'Schnell rein, schnell raus!' und den nächsten Neumond.


Boas und Jakob gehen, das Baby schreit immer noch. „Was läßt sich die Alte auch vom Pharao schwängern!“, zischt Amram zum Baby und sieht den Beiden noch lange hinterher.


Juja & Tuja

„Warum ist es hier immer so klamm, ich mag 'Tell el-ʿAmārna' nicht...“ beschwert sich Juja leicht angesäuert. Ein seichter Bodennebel war aufgestiegen.

„Du bist der oberste Feldherr des Pharao! Hör auf, zu nörgelt!“ beschwichtigt ihn, wie immer in ihre dominanten Art, seine Frau Tuja.

„Ja, auf dem Schlachtfeld interessiert mich sowas auch nicht, aber hier wollen wir jetzt leben.“


Sie betreten den inneren Hof.


„Hast du schon mein neuestes Freudenhaus besichtigt, mein Gatte?“

„Ich kam noch nicht dazu.“

„Das solltest du aber, die Brunnen sind wirklich prächtig. Und die Wandreliefs erst!“ kommt Tuja ins Schwärmen.


Kurz vor Erreichen der Torwachen.


„Sitzt mein Kopfschmuck gerade?“

„Äh, ja. Aber dein Halsschmuck, darf ich...“

Juja zieht vorsichtig den Halsschmuck mittig. „...fertig. Ich liebe dich!“

Sie küsst ihn lange und innig: „Ich dich auch! Also los, auf in Höhle des Löwen!“


Der pharaoische Hof

Als Juja & Tuja den Thronsaal betraten, war nur Jochebed anwesend. Das heißt, sie und die ihr anvertrauten Kinder.

„MAMI!!!“ kommt lauthals der 3-jährige Aanon[1] angestolpert und klammerte sich an Tuja's Bein fest. „Hab dich vermisst!“

Derweil kommt die Amme langsam mit NeferNeferTRe auf dem Arm näher.

„Verzeiht, hohe Herrschaften, aber der Pharao und seine Gemahlin werden sich wohl etwas verspäten...“

„Ja, die vögeln noch!“ blafft der kleine Aanon dazwischen.

Tuja muß lauthals lachen.


Keine Minute später öffnet sich die Tür zu den Privatgemächern und AmenHotep III betritt mit seiner Frau Teje I den Thronsaal.

AmenHotep III und Juja fallen sich mit den Worten 'Einziger Freund' in die Arme, während sich Mutter und Tochter eher kühl begegnen.


„Mutter, was machen die Geschäfte?“

„Mal gut, mal schlecht. Seit wann interessiert dich das?“.

„Nur so.“

„Und wie verläuft deine Schwangerschaft?“

„Mal gut, mal schlecht. Seit wann interessiert dich das?“ äfft Teje I ihre Mutter nach.

„Und wann sagst du es ihm?“

Teje I grunzt nur, statt einer Antwort.


Derweil die Männer sich über die nubischen Aufständischen unterhalten.

„Glaubst du echt nicht, unser Vasallen-König von Kusch schafft das alleine?“ fragt AmenHotep III ungläubig. „MeriMosis ist doch eher ein Raufbold?“

„Unwahrscheinlich, mein Pharao. Nach der Dürre im letzten Jahr ist er gerade mit anderen Problemen beschäftigt. Aber eine Einheit von 30-40 Streitwagen und 1.000 Speerträger dürfte ausreichend sein, um die Situation zu klären.“

„Du erinnerst dich, daß mir das Kriegshandwerk nicht schmecken will, mein Freund.“

„Ich weiß, aber eure Anwesenheit würde die Moral der Truppen empfindlich erhöhen. Diese Wirkung darf nicht unterschätzt werden.“

„Gut, dann bereite alles vor. Gefallen tut es mir aber nicht.“


In der Zwischenzeit sind der Schatzhausvorsteher SebakMosis und der hethitische Wesir Aperel eingetroffen.

„Mein Freund, ich glaube, wir können beginnen.“

„Sehr wohl, mein Pharao.“


Nachdem Jochebed mit den Kindern den Thronsaal verlassen hat und alle Platz genommen haben, wird der erste Bittsteller vorgelassen.


Als Erstes erscheint der Hohepriester des 'Amen Re' zu 'Theben' MeriPtah und stimmt sein ewiges Klagelied über das Erstarken des 'Aten'-Glaubens an...

...und wird von AmenHotep III abrupt unterbrochen: „Mir egal, wir feiern das Sed-Fest entsprechend der alten Schriften!“

„Aber es geht um den Frevel, den ihr begangen habt.“

„Welcher Frevel?“

„Ihr habt das Totenbuch auf Papyrus veröffentlichen lassen, daß ein Jeder es lesen kann.“

„Ich sehe da keinen Frevel. Und jetzt entferne dich!“ Brüllen fügt er noch hinzu: „DAS IST EIN BEFEHL!“


So geht der Tag mit weiteren Nichtigkeiten dahin.


[1] heißt in der Ägyptologie Anen & in der Bibel Aaron, ist aber derselbe Charakter


Einbruchsdiebstahl in der Gruft

Amram und Boas liegen hinter einem Hügel und beobachten den Eingang der Krypta. Zu sehen sind 2 Wachen und ein Hund. Gerade hat die alle 4 Stunden vorbeikommende Patrouille passiert.

„Wo bleibt dein Bengel mit dem Bier?“ raunt Amram.

„Kommt gleich,“ antwortet Boas gelassen auf einem Stück Kat kauend und blickt konzentriert Richtung Westen, „da kommt er doch!“


Sie warten gespannt, bis Obed seinen Teil erledigt hat und auch, bis die Wachen sowie der Hund genug getrunken haben. Nach weiteren 10 Minuten machen sie sich dann auf den Weg.


Als sie den Eingang der Krypta erreichen, schlafen die Wachen schon tief und fest.

„Gut, gib mir die Pläne“, sagt Amram.

Er vergleicht die Namenskartuschen und meint: „Ja, ??? II, wir sind richtig.“

Sogleich machen sich Amram und Boas an die Arbeit, den versiegelten Eingang zu öffnen.


Eine halbe Stunde später ist dies erledigt. Die Beiden gehen zum Lagerfeuer der Wachen, entzünden zwei Fackeln und eine Öllampe und danach betreten sie die Krypta.

„Also gut, schnell rein, schnell raus.“

„Schnell rein, schnell raus.“, wiederholt Amram.


Sie sehen sich um, sehen allerlei Müll wie zerlegte Streitwagen, den Sarkophag und die dazugehörige Kanopen-Kiste.

„Liegt hier nur Dreck rum???“, brüllt Boas.

Amram weist auf eine vergoldete Truhe aus Akazienholz, die sofort seine Aufmerksamkeit erregt hat.

Der Deckel wird geziert von 2 kunstfertig gearbeiteten Cherubim, die schützend ihre Flügel gegeneinander und über die Truhe ausbreiteten.

„Allein die Träger aus Zedernholz sind schon ein Vermögen wert.“, staunt Amram

Als sie den Deckel öffnen, sehen sie, daß die Kiste zur Hälfte mit Gold gefüllt ist. Sie schließen die Truhe wieder.

„Du vorne, ich hinten?“ fragt Amram.

„Tun wir so.“


Am Eingang angekommen, stellen die Beiden die Truhe ab. Boas heult 3x wie eine Hyäne und wartet. Wenige Augenblicke später antworten 3 Hyänenrufe aus geringer Entfernung. Sie brauchen nicht lange zu warten, bis sie das vertraute Klappern von Jakob's Eselkarren hören.


Nachdem die Truhe verstaut ist, fahren die Drei zum geplanten Versteck, einem lange verlassenen Isis-Tempel. Sie fahren ungefähr eine halbe Stunde.

„Scheiße, es hat geklappt!“, feiert Amram.

„Noch nicht...“, nuschelt Jakob.

„Hää, was soll denn jetzt noch passieren?“

„Alles oder Nichts...“

Endlich erreichen sie das Ziel.


Amram öffnet hinter dem Altar eine Geheimtür, sie tragen die Truhe in den dahinter liegenden Raum und entfernen anschließend jegliche Spur ihrer Anwesenheit. Der Tempel sieht wieder aus, als wäre er seit Jahren nicht mehr betreten worden.


Szene XXX

  • AmenHotep & Teje


Diebstahl wird entdeckt

„KERL, WACH AUF!!!“, hört CheperuHorem gerade noch, bevor ihn der Stiefel trifft.

„Wa...was ist passiert?“ fragt er irritiert.

„Du bist auf Wache eingeschlafen!“

„Das kann nicht sein, ich war doch ausgeruht“, antwortet CheperuHorem immer noch verdattert.


„Feldwebel, ich glaube, das Bier war vergiftet.“ meint ein CheperuHorem unbekannter Soldat.

„Wie bitte?“

„Das Bier. Seht doch selbst, sogar der Hund schläft.“

„Aber wie?“


„Feldwebel“, ein weiter, CheperuHorem unbekannter Soldat tritt hinzu: „Wie befürchtet, in die Krypta wurde eingebrochen.“

„Scheiße!!! Scheiße, Scheiße und nochmals Scheiße!!! Warum muß dieser Dreck immer während meinem Dienst passieren?“


„Also gut, Wer hat euch das Bier gebracht?“, der Feldwebel visiert CheperuHorem an

„Der Bengel von Boas, dem Landvogt. Wie hieß er noch, richtig Obed. Obed war sein Name.“


Der Feldwebel schaut sich um.


„Also gut, bringt den hier und seinen nichtsnutzigen Kameraden, der immer noch schläft, in den Steinbr-“

„Feldwebel, ich glaube, der hier ist Tod.“ unterbricht ihn der erste Soldat.

„Scheiße, also den hier in den Steinbruch für mindestens 3 Jahre!“


„Herr, habt erbarmen.“, wimmert CheperuHorem noch, aber da führen ihn die beiden Soldaten auch schon ab.


'Amen Re'-Priesterschaft wird vorgestellt

MeriPtah betritt soeben den 'Amen Re'-Tempel in 'Theben'.

„Hoher Herr, ich hoffe die Reise war angenehm?“, fragt Benjamin ängstlich.

„Alles Andere als das!“ schnauzt MeriPtah zurück.

Benjamin wünscht sich, er könne sich in sich selbst verkriechen.


„Hoher Herr, bitte setzt euch doch erstmal. Möchtet ihr etwas trinken?“

„Ein Krug Wein. Und such nach PtahMosis!“, und zu sich selbst: „...vielleicht kann der alte Herr ja weiterhelfen, trotz seiner Altersstarrigkeit!“

Benjamin geht los, so schnell er kann.


PtahMosis tritt ein und sieht, daß MeriPtah sich eine Maniküre machen läßt.

„Meine Füße tragen mich nicht mehr so schnell wie früher“, sagt er und setzt sich.

MeriPtah schaut auf: „Wir müssen reden!“

„Über den Pharao?“

„Über den Pharao.“

„Wie war seine Antwort?“

„Welche Antwort, es gab keine Antwort! Das Totenbuch darf weiter unter dem gemeinen Volk verteilt werden.“

„Wenn die Lage so schlecht bestellt ist, müssen wir handeln.“


„Au, paß doch auf!“ zischt er Benjamin an, und an PtahMosis gewandt: „Was schlagt ihr vor?“


„Dieser 'Aten'-Glaube kann uns finanziell doch niemals das Wasser reichen.“

„Richtig, aber sie haben die Unterstützung des Pharao.“

„Hat der Pharao einen Sohn?“

„Dank Sebak nicht, nur Töchter.“

„Dann gilt es, abzuwarten.“

Und mit diesen Worten schläft er ein.


Ermittlungen

Feldwebel KaNechetPaAnhor sitzt seit seiner Rückkehr in die Kaserne an seinem Schreibtisch und denkt darüber nach, wie er diese Situation seinen Vorgesetzten erklären soll.


„Feldwebel, Befehl ausgeführt.“

KaNechetPaAnhor schaut auf: „Hää, wie geht das? Seid ihr geflogen?“

„Nein, Feldwebel, reines Glück. Im Hafen von Asyul lag gerade ein Sklavenschiff nach Assuan, da haben wir ihn einfach abgegeben.“


„Gut, setzt euch. Wir haben viel Arbeit vor uns.“

„Feldwebel, ihr meint wegen diesem Obed? Und seinem Vater, wie hieß der gleich noch?“

„Boas, der …, was war der nochmal?“

„Landvogt“, ergänzt KaNechetPaAnhor: „Gut, ihr 2 schnappt euch noch ein paar Rekruten und bringt die Beiden in Eisen hierher.“

„Zu Befehl“, antworten beide wie aus einem Mund und gehen los.

„Scheiße, vielleicht ist die 'Situation ja doch noch zu retten“, denkt KaNechetPaAnhor.


Und er muß sich auch nur 2 Stunden gedulden, dann stehen Boas und Obed vor ihm, und ein halbes Dutzend Rekruten mit Speeren dahinter.


„Feldwebel, beide auf einen Streich.“

„Gut“, und mit Blick auf die beiden Gefangenen: „Dann fangen wir mal an. Was habt ihr gestern an der Krypta von ??? II getrieben?“

„Nichts, ich war nicht mal in der Nähe!“, lügt Boas.

KaNechetPaAnhor guckt Obed lange an, und der auf den Boden.

„Scheiße, dann kürzen wir das Ganze mal ab.“, sagt er nur und steht auf, geht zu Obed und renkt ihm mit einem Ruck den linken Arm aus: „Tut mir leid, Junge.“


Obed liegt wimmernd am Boden.

KaNechetPaAnhor sieht auf Obed herab: „Also, Junge, du hast noch einen Arm und 2 Beine. Soll ich weitermachen?“

„NEIN, ICH SAGE ALLES!!!“, brüllt Obed wie am Spieß.


„Also gut, Junge, was ist geschehen?“, sagt KaNechetPaAnhor in sanftem Tonfall und kniet sich neben Obed nieder.

„Mein Vater hat mir nur aufgetragen, ich soll dieses Pulver in das Bier schütten. Das war alles!“

„Bengel, ich bring dich um!“, raunt Boas.


„Achte nicht auf ihn.“, sagt KaNechetPaAnhor, dreht sich blitzschnell um, packt Boas am Schlawittchen und rammt ihm seine Faust in die Fresse. Das Geräusch von splitternden Zähnen ist zu hören.


Danach kniet er sich wieder hin und fährt weiter in sanftem Tonfall fort: „Waren da noch Andere bei ihm?“

„Ja. Amram, der Steinmetz und dieser komische Eseltreiber.“

„Welcher komische Eseltreiber?“

„Nochth ein Worth, und ith bring dith wirklith um!!!“ kommt es lispelnd von Boas.

„Der, der nie spricht.“

„Den kenne ich!“, meldet sich einer der Rekruten.


KaNechetPaAnhor steht langsam auf.


„Gut, diese Beiden hier in getrennte Zellen, damit der alte Drecksack nicht den Jungen umbringt. Und sorgt dafür, daß der Arm versorgt wird.

Danach die anderen Beiden festnehmen und auch in die Zellen. Den Rest soll der Pharao morgen klären. Ich mach Feierabend, war ein langer Tag heute, verdammte Scheiße.“, und gähnt.

„Verstanden, Feldwebel!“


Prozess

„Das war das“, meint AmenHotep III mehr zu sich selbst und legt ein Papyrus aus seiner Hand beiseite, nur um das Nächste zu nehmen: „Eine Gerichtsverhandlung wegen Grabschändung?“, liest er vor und schaut auf.

Im Thronsaal herrscht gebannte Stille.


„Wer ist der Ankläger?“

„Bischof May vom Tempel des 'Amen Re' zu 'Theben'.“

„Wer spricht für die Verteidigung?“

„Euer ergebener Wesir Aperel, mein Pharao.“


„Wir wollen von keinem Hethiter verteidigt werden!!!“, brüllt Boas dazwischen.

„Sei doch still!“, zischt Amram.


„Wofür plädiert die Verteidigung?“

„Da die Schuld erwiesen ist, können wir nur um Milde bitten.“

„Wofür plädiert die Anklage?“

„Eine Schändung dieses Ausmaßes ist nicht hinnehmbar, wir fordern die Höchststrafe! Todesstrafe für alle Täter sowie all ihrer männlichen Nachkommen!“


Ein Raunen geht durch den Saal, verstummt aber sofort, als der Pharao sich räuspert.


„Holt alle männlichen Nachkommen der drei Angeklagten hierher. Aber für eine so schwerwiegende Entscheidung benötige ich Bedenkzeit und Beratung. Wir machen zwei Stunden Pause.“ sagt AmenHotep III und geht.

Juja, Teje I, May und Aperel folgen ihm.


Prozesspause

„Alle hier kennen meine Einstellung zur Todesstrafe.“, stellt AmenHotep III gleich vorweg.

Alle, außer May, nicken.


Dieser beginnt stattdessen sofort mit seinem Plädoyer:

„Zuerst muß ich wohl hoffentlich nicht auf die Schwere der Tat hinweisen. Dieser derartige Frevel, dieses Sakrileg muß gesühnt werden.

Dazu kommt, das diese Tat nicht aus Not, sondern aus reiner Habgier begangen wurde. Dies verwehrt jegliche Form der Milde.

Zudem sprechen wir noch von Mord an einer der Wachen, auch hier ist die ganze Härte des Gesetzes anzuwenden.

Ihr kennt unsere Forderung, die uns nach dem Gesetz des 'Amen Re' zusteht.“


Tuja kommt hinzu.

„Und auch du, Schwester im Glauben, mußt mir zustimmen.“

„Wozu?“

„Bei Grabschändung gilt das Gesetz des 'Amen Re', anscheinend hat euer Gemahl dies vergessen.“

„Naja, ich möchte auch nicht, daß jemand meine Mumie zerfleddert...“, antwortet Tuja, die noch immer nicht recht weiß, worum es geht.

„Dann appelliert bitte an euren Gemahl!“


Tuja wirft einen fragenden Blick zu Juja, aber May fährt auch schon fort:

„Und im Falle eines milden Urteils stellt die Priesterschaft des 'Amen Re' jegliche Zahlungen und Leistungen an das 'Große Haus' ein!“, poltert May.


„Das ist Erpressung!!!“, brüllt Teje I außer sich vor Zorn

„Aber uns sind in diesem Fall leider die Hände gebunden.“, erwidert Aperel


„So soll es denn sein.“, sagt AmenHotep III traurig


Urteilsverkündung

„Schweren Herzens muß ich der Anklage stattgeben. Die Hinrichtung findet morgen zur Mittagsstunde statt.“

Die Menge raunt.

„Gebt den Familien heute Nacht Zeit, sich voneinander zu verabschieden.“


„Mein Gemahl, siehst du nicht, einer der Verurteilten ist noch ein Säugling. Ich bitte um Gnade.“, alle schauen gebannt auf Teje I.

„Und selbst ein Bischof des 'Amen Re' wird zugestehen müssen, daß das Herz eines Säuglings beim Totengericht auf der Waage weniger wiegt als die Feder der Maat.“, führt sie fort: „Es soll getauft werden nach dem geltenden Gesetz und unter meiner Erziehung aufwachsen.“


Jetzt schauen alle auf den Bischof. May nickt notgedrungen, da er sich nicht dem Unwillen des Volkes zuziehen möchte.

„So soll es denn sein.“, bestimmt AmenHotep III.


„Das war das“, meint AmenHotep III mehr zu sich selbst und legt das Papyrus aus seiner Hand beiseite, nur um das Nächste zu nehmen: „Ein ...“


Taufe Säugling

Eine kleine Prozession, angeführt von Teje I mit dem Säugling im Arm und zwei Leibwachen im Schlepptau, marschiert Richtung Nil. Unter ihnen ist auch Jochebed, von der keiner ahnt, daß sie die leibliche Mutter ist. Und ganz am Ende folgt ein zerknirscht wirkender Bischof.


Am Nil angekommen, beginnen sofort die Vorbereitungen. Räucherschalen werden entzündet und die rituellen Gesänge angestimmt.


Auch May legt die für diesen Zweck vorgesehenen Gewänder an und stimmt sich ein.

Er fragt: „Wie soll das Kind heißen?“

„Sohn des Wassers, also ThuTMosis.“, antwortet Teje I.

„Nun den, so heißt es fortan wohl ThuTMosis.“


Der Bischof nimmt den Säugling und geht ins Wasser.

„Amen Re, dich bitten wir und rufen zu dir:

Möge sich dein Licht auf deinem Sklaven ThuTMosis zeichnen.

Segen.“

Er taucht den Säugling unter und alle Anwesenden jubeln: „Segen!“

Der Bischof geht mit ThuTMosis wieder an den Strand, wickelt ihn in ein sauberes, weißes Tuch, salbt ihn und übergibt ihn seiner neuen Mutter.

„Damit ist die Taufe wohl vollzogen.“, sagt er mürrisch.


Nachdem alles beendet ist, geht Teje I mit dem Säugling zu Jochebed: „Kannst du dich noch um ein weiteres Kind mehr kümmern?“

„Danke, meine hohe Herrin.“, sagt Jochebed mit Tränen in den Augen.

Jochebed entfernt sich mit ThuTMosis auf dem Arm Richtung Palast und Teje I sieht ihr verwundert hinterher.


Sandkasten-Gang vorstellen

Jochebed betritt mit dem kleinen ThuTMosis auf dem Arm den Garten der Kinder.


„Das ist meine Mal-Kohle!!!“

„Nein, ist sie nicht!!! Gib sie her!“

NeferNeferTRe zieht Aanon an den Haaren, dieser fängt an zu weinen.


„RUHE!!!“, unterbricht sie streng den Streit: „Was ist hier los?“


Aanon rennt sofort zu Jochebed: „Sie ist immer so gemein zu mir...“

„Ich rede mit ihr, kannst du in der Zwischenzeit auf deinen neuen, kleinen Bruder aufpassen?“

„Neuer, kleiner Bruder???“, fragt Aanon erstaunt.

„Ja, ist eine lange Geschichte.“, aber Aanon's Konzentration ist schon ganz auf ThuTMosis gerichtet.


„Also gut, Neffi, was ist mit der Kohle, könnt ihr die nicht teilen?“

„Wie, teilen?“

„Gib mir das Stück mal her.“, nimmt es und zerbricht es in 2 Stücke: „Hier, eins für dich und eins für Aanon.

So, ich muß noch mal in die Küche, damit der Kleine heute Abend seinen Brei bekommen kann. Könnt ihr Beide mal einen Augenblick lang keinen Mist verzapfen?“


5 Minuten später kommt Jochebed aus der Küche zurück: „Ahhhh, was ist denn hier passiert?“, kreischt sie.

NeferNeferTRe antwortet schnippisch: „Wir spielen doch nur Thronsaal...!“

„...und ThuTMosis spielt den nubischen Prinzen.“, ergänzt Aanon grinsend.

„Ich war doch nur wenige Augenblicke weg,“, verzweifelt Jochebed, „gebt mir sofort die Mal-Kohle her!“


Und so nahm ThuTMosis das zweite Bad an diesem Tag.


Verabschiedung

Jochebed wird von der Palastwache zu Amram's Zelle geführt.

„Bis zum Sonnenaufgang...“, sagt der Soldat und schließt die Tür auf.

Sie betritt die Zelle, hinter ihr wird die Tür abgeschlossen.


„Der Kleine ist in Sicherheit, er wird eine gute Kindheit haben.“, beginnt Jochebed

„Schön für ihn...“, grummelt Amram, während er sich weiter auszieht: „Was ist mit dir?“

„Wie, du willst es jetzt???“

„Später werden wir wohl kaum noch Zeit dafür haben.“, sagt Amram lacht verbittert


  • XXX


Nachdem sie sich geliebt haben, fragt Amram: „Weißt du noch, wo wir es zum ersten Mal gemacht haben?“

„Ja, in dieser kleinen Kapelle, in diesem geheimen Raum?“

„Richtig! Weißt du noch, wie die Tür zu öffnen ist?“

„Nein?!?“

„Unten links an der Zarge ist ein kleiner Hebel, den runter drücken, danach geht es ganz einfach. Wenn du weißt, wonach du suchst, findest du ihn.“

„Warum erzählst du mir das?“

„Da steht eine Kiste mit Gold“


  • nochmal XXX


Sie verbringen den Rest der Nacht Arm in Arm, wie sie es seit Jahren schon hätten tun sollen.


Zum Sonnenaufgang wird die Zelle aufgeschlossen. Die Palastwache kommt mit einem Tablett herein.

„Der Pharao gewährt in seiner Gnade noch 2 Stunden Aufschub.“, mit diesen Worten stellt er das Tablett ab. Es gibt Brot, Käse, 2 Eier, ein kleiner Korb Feigen und Datteln sowie mit Honig gesüßten Tee.


Urteilsvollstreckung

Es ist 1 Minute vor der Mittagsstunde.

„Ich will das wirklich nicht tun.“, sagt AmenHotep III.

„Wir haben keine andere Wahl, mein Pharao,“, antwortet Aperel, „ihr müßt Stärke zeigen.“

„Also gut, fangen wir an.“, und an Leutnant KaNechetPaAnhor gewandt: „Gib mir dein Schwert!“

KaNechetPaAnhor kniet nieder: „Mein Schwert und mein Leben für meinen Pharao!“


AmenHotep III geht zum ersten Verurteilten: „Wie ist dein Name?“

„Mhh.“

„Das ist Jakob, der Eseltreiber, hoher Herr.“, sagt einer der Rekruten, „er spricht nicht viel.“

„Auch keine letzten Worte?“

„Ich wußte, daß es schief gehen wird, hatte eh nie Glück.“, murmelt Jakob.

Und mit einem sauberen Schlag spaltet er Jakob's Schädel.


„Und du?“

„Boath, der Thogth, und du kannth mith mal im Ar-“, waren seine letzten Worte.


„Dann mußt du Amram, der Steinmetz sein?“

„Ja.“

„Letzte Worte?“

„Bitte, verschont die Kinder.“

AmenHotep III läßt das Schwert niedersausen.


Als es an die Jungen geht, blickt sich AmenHotep III zu May um: „Wenn du so gerne tote Kinder sehen willst, dann mach es selber!“, und schmeißt dem Bischof das Schwert vor die Füße.


May hebt das Schwert auf.

Jochebed hält Aanon die Augen zu.


Als AmenHotep III sieht, wie May bar jeder Gefühle einen nach dem anderen Namen der Jungen verliest und diesen danach tötet, ohne auf ihr Flehen und Winseln zu hören, rennt er zum Rande des Platzes, um sich zu übergeben.

„Scheiße, mein Pharao, alles in Ordnung?“


Schreibstube

KaNechetPaAnhor kehrt zurück in seine Schreibstube.


Und bleibt abrupt stehen: „Scheiße, du bist ja immer noch da?“

Obed antwortet verängstigt: „A...aber, ihr habt doch gesagt, ich soll hier warten.“

„Ja, aber ich hatte gedacht, du verpieselst dich zwischenzeitlich!“

„Wohin?“


„REKRUT!!!“, brüllt KaNechetPaAnhor

Ein Soldat erscheint.

„Einmal einkleiden!“, und zeigt auf Obed.


„Aber, ich soll doch hingerichtet werden?“

„Glück gehabt!“

„Und mein Vater?“

„Tod!“

„Und meine Brüder?“

„Tod! Und hab ich nicht gerade befohlen: 'Einkleiden'?“, brüllend fügt er noch hinzu: „LOS JETZT!!!“


Obed und der Rekrut verschwinden Richtung Kleiderkammer.

„Und hinterher ab auf die Sturmbahn!“, brüllt KaNechetPaAnhor noch hinterher.

Szene Unterhaltung Juja & Tuja

  • „Hat vor der Hinrichtung eigentlich jemand gefragt, wo die Kiste mit jetzt Gold ist?“
  • Puffstory


Kriegsbesprechung

„Mein einziger Freund,“, begrüßt AmenHotep III Juja, „was berichten die Späher?“

„Die nubischen Rebellen lagern zwischen Tabo und Kerma, mein Pharao.“, erwidert dieser, „Komm an den Kartentisch, ich zeig es dir.“

„Ihre Bewaffnung ist gut, aber nicht ihre Versorgungslage. Sie müßten kurz vor dem Verhungern stehen. Das schwächt sie, macht sie aber auch gefährlicher. Wie ein Tier, daß in die Ecke gedrängt wird.“


„Können wir die Situation nicht ohne Waffengang klären?“

„Die bisherigen Verhandlungen mit den Aufständischen tragen keine Früchte. Dem letzten Unterhändler wurde der Kopf abgetrennt.“

„Aten, steh uns bei.“


„Sie verfügen über zwei befestigte Stellungen. Auf diesem Hügel hier. Und ein kleiner Hafen am Nil, hier. Den Hafen würde ich zuerst angreifen, um den Nachschub abzuschneiden und die Flußpiraterie einzudämmen.“

„Hört sich nach einem guten Plan an. Wie steht es um die beiden angrenzenden Städte, wie hießen die noch?“

„Tabo und Kerma, beide überrannt.“

„Weiter?“

„Unsere Späher berichten von 20-30 Aksum, -“

„Kamelkrieger?“, unterbricht AmenHotep III

„Richtig, mein Pharao. Dazu gezählte 37 gepanzerte Axtkämpfer mit Schilden, ungefähr 500 Speerträger und 60-70 berittene Bogenschützen.“

„Was wissen wir noch?“

„Ihr General heißt Hawila, er soll ein sehr jähzorniger Mensch sein, daß könnte uns zum Vorteil gereichen.“


„Und wie stehen unsere Vorbereitungen?“

„Sind im vollen Gange, mein Pharao. Wir stellen gerade den Tross zusammen.“


Schwangerschaft

„...gibt Aufgaben, die lassen sich nicht-“

„Was machst du gerade?“, unterbricht Teje I vorsichtig ihren Gemahl und küsst sanft seinen Hals.


„Morgen ist doch diese langweilige Truppenparade, ich bereite mich nur ein bisschen vor, um die Moral der Soldaten zu gewinnen.“

„Stimmt, hatte ich ganz verdrängt.“


Teje I setzt sich auf einen bequemen Stuhl.

„Warum muß dieser Feldzug überhaupt sein?“, nörgelt sie

„Sie ermorden, oder besser schlachten die einfache Bevölkerung. In der Gegend ist gerade Niemand seines Lebens sicher.“, trauert AmenHotep III

„Aber warum gerade du?“

„Liebste, so etwas gehört leider auch zu den Aufgaben eines Pharao.“

„Aber, gibt es nicht wichtigere Aufgaben?“

„Ich wünschte, es wäre so.“


„Zum Beispiel, dich um deine schwangere Frau zu kümmern“, säuselt Teje I

„WAAAS???“


Kriegsparade

„Scheiße, hoffentlich geht das gut.“ denkt KaNechetPaAnhor, besinnt sich aber sofort wieder seines Auftrags und brüllt: „TRUPPEN, STILL-GE-STANDEN!!!“


„Muß das wirklich sein?“, fragt Teje I

„Das machen die beim Militär halt immer so, ich finde diese Paraden auch überflüssig.“

„Nein, ich meine den ganzen Krieg.“

„Leider ja, meine Geliebte. Das haben wir doch gestern Abend schon geklärt.“


„STREITWAGEN VOR!!!“

Auf den Platz vor dem Pharao fahren 12 Einheiten mit jeweils 3 Streitwagen und stellen sich in Paradeformation auf.


„BOGENSCHÜTZEN!!!“

3 Einheiten mit jeweils 50 berittenen Bogenschützen setzen sich sofort in Bewegung.


„SPEERTRÄGER!!!“

Aus 1.200 Kehlen erschallt ein einziges: „Hurra!!!“.

„Das kann jetzt dauern.“, sagt Juja

Aber nach ungefähr 20 Minuten sind auch die 4 Einheiten mit jeweils 300 Speerträger angetreten.


„LIBYER!!!“

274 libysche Söldnerinnen mit Schleudern treten ebenfalls an.

„Libyerinnen???“, fragt Teje I ungläubig

„Ja, die sind gerade sehr billig.“, antwortet Juja beschwichtigend


Der Pharao erhebt sich.

„ACH-TUNG! DIE AUGEN GERADE-AUS!!!“, kommt es von KaNechetPaAnhor

1.200 Speerträger gehen in 'Hab acht'-Stellung. „Hurra!!!“


„SOLDATEN! Ich weiß, keiner von uns will jetzt hier sein! ABER, es gibt Aufgaben, die lassen sich nicht umgehen! Und DIESES ist eine dieser Aufgaben!“, beginnt AmenHotep III.

„Hurra!!!“, kommt es wieder, wie aus einem Mund, von den Speerträgern

„Der Feind zieht marodierend durch die Lande! Bedroht Bauern, bedroht Fischer, bedroht Handwerker, bedroht Händler! Plündert und Brandschatzt! Dem MÜSSEN wir Einhalt gebieten!“

„Hurra!!!“

„Da Kusch nach der Dürre im letzten Jahr gerade nicht sehr wehrfähig ist, WERDEN WIR UNSEREN FREUNDEN BEISTEHEN MÜSSEN!!!“

„Hurra!!!“

„Der Feind mag aggressiv sein! Der Feind mag hinterlistig sein! ABER, wir werden OBSIEGEN!!!“, dabei reißt AmenHotep III sein Zepter nach oben

„Hurra!!! Hurra!!! Hurra!!!“


Der Pharao setzt sich.

„WEGTRETEN!!!“, befiehlt KaNechetPaAnhor und denkt: „Gut, ging reibungslos über die Bühne.“


Vorstellung 'Aten'-Sekte

Bischof May betritt den Tempelgarten der 'Aten'-Sekte.

Und hört angewidert, wie eine dieser 'Aten'-Sektiererinnen singt: Ich komm aus dem Land, in dem man keinen versteht!

Jedes Wort wird dir im Halse umgedreht!

Wo an jeder Ecke ein Verbotsschild steht!

Wenn jede Scheiße zu Geld wird, hast du auch verlor'n,

Dann wirst du ohne Gott gebor'n!


Und ein Chor beginnt: Ich seh' die Schiffe den Fluss herunterfahr'n,

Bis sie verschwinden, draußen ...


„Wir müssen uns unterhalten.“, sagt May zu Vater MeriNil.

„Gerne, setze dich doch bitte.“, und bietet May einen Stuhl an: „Möchtest du auch etwas Kat?“

„Nein, DANKE!“ weist May entschieden zurück und setzt sich.

„Ohh, wieso führt dich dann sonst dein Weg in unser bescheidenes BethelHejm[1]?“


„Wir fordern, daß ihr den Drogenhandel mit sofortiger Wirkung einstellt!“

„Wieso? Verkaufen wir deinen Huren etwa nicht mehr die besten Stoffe?“

„Das hat Nichts mit der Sache zu tun!“, erwidert May angespannt.

„Aber genau das ist der Fall, ich fordere dich doch auch nicht auf, den Betrieb deiner Freudenhäuser einzustellen.“, kontert MeriNil gelassen: „Mit welchem Recht forderst du eigentlich etwas von mir?“

„DAS REICHT!!!“, brüllt der Bischof und springt auf.


Beim Verlassen hört er aus dem Garten immer noch den Chor singen:

Ich seh' die Schiffe den Fluss herunterfahr'n,

Bis sie verschwinden, draußen im Ozean!

Ich seh' die Schiffe den Fluss herunterfahr'n,

Bis sie …


  • [1] zusammengesetzt aus Bethel ('ne Droge) & Hejm (jiddisch: Heim, Haus) → Drogenhaus, Dealer


Verabschiedung Juja & Tuja

„Sie hat es ihm endlich erzählt.“, sagt Tuja, während sie ihren Gatten zärtlich liebkost.

„Und, wie hat er reagiert?“

„Wie alle Kerle...“

„Aha,“, antwortet Juja, und streichelt liebevoll ihren Bauch, „wie reagieren denn 'alle Kerle?'“


Tuja richtet sich auf.

„Das weißt du ganz genau! Denk mal zurück, wie du jedes Mal reagiert hast, wenn ich schwanger war.“


„Aber so kurz vor dem Krieg? Hoffentlich lenkt ihn das nicht ab, er muß voll bei der Sache sein.“

„Ist das das Einzige, was dich interessiert?“, fragt Tuja ungläubig.

„Nein, natürlich nicht. Aber, ...“

„Schweig still!“, und nimmt sein erigiertes XXX in den XXX.


AmenHotep zieht in den Krieg

Teje I und Tuja stehen auf dem Balkon. Auf den Straßen sind jubelnde Massen.

„Wie lange brauchen die Speerträger noch?“

„Wahrscheinlich ewig, wollen wir uns nicht setzen?“


„Ah, ich kann die Libyerinnen schon sehen, es kann nicht mehr lange dauern.“

„Doch, glaub mir, das dauert noch.“, erwidert Tuja.


Eine Stunde später:

„Sieh da, die berittenen Bogenschützen.“, jubelt Teje I

„...sind auch nicht schneller als die Fußsoldaten vor ihnen.“, ergänzt Tuja den Satz: „Sklave, bring uns bitte noch etwas Tee!“

„Sehr wohl, hohe Dame.“


Eine weitere Stunde später:

„Die ersten Streitwagen biegen ein, sieh dort, da ist Juja, und dort mein Gemahl“, jubelt Teje I.

„Habe ich schon erwähnt, daß sich das Ganze noch ein wenig hinzieht?“, und gießt sich neuen Tee ein.


Eine weitere Stunde später:

„Sind die endlich durch?“

„Ja, wieso?“

„Hoffentlich kommen sie lebendig zurück...“


Strecke zur Schlacht

„Arrg, Drecks-Sturm!“, flucht Phex. Seit 2 Tagen waren sie keinen Kilometer vorangekommen, und das bei halber Portion.


„Du da, hilf mir mal“, befiehlt er einem Rekruten.

Geschickt bricht er ins Feldlager ein und nimmt eine Hirschkeule: „Hier, Tragen, und jetzt los! Das ist ein Befehl!“, und denkt dabei: „Soldaten sind echt zu blöde!“


Im Lager des Soldaten angekommen, befielt er „Feuer machen!“

2 Stunden später haben Phex, der Soldat und die gesamte Einheit etwas Gutes zu essen.


Am nächsten Morgen

„Scheiße, warum muß sowas immer mir passieren?“

Obed schreckt hoch: „Ähh, Leutnant, hab ich was falsch gemacht?“

„Nein, du doch nicht. Gestern hat jemand Lebensmittel von der Vorräten gestohlen.“

„Wer?“

„Genau, gestern hatten doch Alle halbe Ration. Du gehst jetzt durch das Lager und guckst, wo gestern Abend Party war.“


Eine ¾ Stunde später kommt Obed wieder mit den Worten: „2. Zug berittene Bogenschützen, aber die halten dicht.“


„Gut gemacht.“


'Aten'-Sekte

MeriNil denkt schon seit Stunden konzentriert nach, endlich befiehlt er: „Schreiber, nimm einen Brief auf!“


Der Schreiber greift zu Feder, Tinte und Papyrus. Der Vikar diktiert:


„Hochverehrte große, königliche Gemahlin,


der Schein des 'Amen Re' verblasst immer mehr, während die Sonne des 'Aten' immer heller erstrahlt. Darum wendet doch auch ihr euch schon seit Längerem immer mehr dem wahrhaftigen Licht zu.

Die Priesterschaft des 'Amen Re' bietet nur Unterdrückung und Versklavung, wir bieten hingegen Freiheit und Frieden. Seid ihr nicht auch der ewigen Kriege müde?

Und so frage ich euch: Soll nicht auch euer ungeborenes Kind ebenfalls in dieser Wahrheit aufwachsen, daß es im Licht des 'Aten' gedeihen kann?

Darum erbitten wir nicht viel von euch, einzig, daß die Taufe durch einen unserer Priester vorgenommen wird.

Dafür würdet ihr für immer in unsere Gebete eingeschlossen sein.


Hochachtungsvoll, euer Diener MeriNil“


Nachdem der Schreiber fertig ist, liest der Vikar den Brief nochmal, dann siegelt er ihn: „Bring das umgehend in den Palast!“


Schlachtvorbereitung

AmenHotep III und Juja inspizieren das Lager.

„Die Streitwagen sind gut in Schuß und die Pferde ausgeruht, mein Pharao.“, beginnt der General: „Und wir haben alle Schützen mit Kompositbögen ausgestattet.“

„Mein Freund, du versuchst doch nur, mich zu beruhigen. Aber das scheint nicht recht zu gelingen.“

„Vielleicht solltet ihr eine kleine Ansprache halten, um die Truppenmoral zu erhöhen.“, erwidert Juja und denkt: „...und um euch selbst zu Ermutigen.“

„Gute Idee.“


„SOLDATEN!“

Die Rekruten richten ihren Blick auf den Pharao und knien nieder. Es kehrt augenblicklich Stille ein.


„Ich weiß, wie ihr euch jetzt fühlt! Am Liebsten würdet ihr euch jetzt von einem alten Barden den Verlauf und auch den Ausgang dieser Schlacht erzählen lassen.

Doch wird euch der Barde nicht von den religiösen Fanatikern erzählen, sondern von mutigen Menschen, wie ihr welche seid.

Ihr seid keine Miliz, die sich zur Verteidigung unseres Reiches meldete.

NEIN!!!

Ihr seit wahre Helden und auf den heutigen Tag mit Allen gleichgestellt.


Ich kann euch sogar das Ende der Geschichte des alten Barden sagen.

Die tapfersten Soldaten, die unser Reich je gesehen hat, standen auf einen kleinen Hügel und betrachteten die aufgehende Sonne, während sie die letzten Feinde besiegten.

Und glaubt mir, jeder Mensch, der an dieser Schlacht beteiligt war, war so mutig wie ein Paladin, der mit Licht erfüllt wurde. Jeder von ihnen strahlte so sehr, daß selbst Aten erst kurz weggucken musste, um den hellen Lichtstrahl, der von ihnen ausging, zu realisieren.

Das ist es, was er unseren Kinder und deren Kinder erzählen wird.“


„Ähh, ist das nicht der Pharao?“

„Feine Herren sind nichts für mich. Und, Scheiße, jetzt komm mit, wir haben noch was vor!“


Shopping-Tour KaNechetPaAnhor & Obed

„Wer als Erstes im Zeughaus ist!“, befiehlt der Leutnant und sprintet los.


Obed denkt kurz nach: „Vorhin auf dem Lagerplan, wie war das noch? Hier nach links.“, und rennt los.

„Ähh,“ stoppt kurz: „... ,hier zwischen den Zelten durch.“ Vorsichtig stakst er zwischen den Spannschnüren.

„Dann hinter den Ställen links, und dann beim zweiten Zelt rechts...“, kaum angekommen, kriecht er unter der Zeltplane durch.

Rennt am Zeugwart vorbei vor den Tresen.

Und wird auch gleich vom Zeugwart am Schlawittchen gepackt: „WAS IST DENN HIER LOS?!?“


Kurz darauf kommt der Leutnant zum Vordereingang herein.

„Ähh, ERSTER!!!“, brüllt Obed.

„Scheiße, wie geht das denn?“


„KaNechetPaAnhor? Ist es wahr??? Oh, Mann, das ist ja schon ewig her, was brauchst du?“

„Laß erstmal meinen Rekruten los.“, und flüsternd an Obed gewandt: „Sind dir Flügel gewachsen wie einem Cherubim???“

Stattdessen antwortet der Zeugwart „Von da!“, und weißt Richtung Lager.

„Gut, such dir aus, was du für die Schlacht brauchst. Aber denk immer daran: 'Jedes Kilogramm mehr ist ein halber Kilometer weniger!'“


Die Beiden begrüßen sich erstmal herzlich, derweil guckt Obed sich um.


Und hat sofort Glück, er findet einen sehr leichten Schuppenpanzer aus Leder und Bronzeplättchen. Das Ankleiden zeigt nur leider, das er zwei Nummern zu groß ist. Verzweifelt zieht Obed ihn wieder aus.

Er sucht weiter, Kettenhandschuhe, auch zu groß.

Weiter, ein dicker Stoffwams. Anprobieren, paßt!!! Endlich.

„Eine Waffe.“, sagt er zu sich selbst und fängt an zu suchen...

...und findet eine Schleuder.

„Jetzt brauch ich nur noch Munition.“, und guckt sich weiter um, dabei fällt sein Blick wieder auf den Schuppenpanzer.

„Ähh, vielleicht paßt der mir jetzt mit dem Wams drunter ja doch.“


KaNechetPaAnhor steht vor einer Auswahl von 3 Feldharnischen: „Scheiße, der Linke sieht am Stabilsten aus, den nehme ich.“


„Leutnant, ist das gut so? Ich bräuchte aber noch Munition.“, fragt Obed, in der Hoffnung, nichts falsch gemacht zu haben.

Der Leutnant mustert ihn von oben bis unten: „JUNGE, WO IST DEIN HELM?!?“, und wiegt dabei das größte Schwert aus hethitischem Eisen in seinen Händen aus, daß Obed je gesehen hat.

Der Zeugwart nimmt ihn noch kurz beiseite: „Junge, ich geb' dir nur eins auf den Weg mit, für den Krieg merk dir nur eine Sache: Die einzige Aufgabe, und es gibt keine weitere Aufgabe, eines Soldaten besteht darin, am Leben zu bleiben! VERSTANDEN?!?“

„Ähh, ja. Das habe ich verstanden.“, antwortet Obed eingeschüchtert.

„Gut, such dir noch einen passenden Helm raus, da hinten liegen noch welche aus verstärktem Ziegenleder.“, der Zeugwart geht wieder zu KaNechetPaAnhor.


Teje I

Eine Palastwache klopft höflich: „Hohe Dame, ein Brief.“

„Oh, danke.“


Teje I beginnt zu lesen: „...Re' verblasst immer mehr, während ...“, kurz danach: „...bietet nur Unterdrückung und Versklavung, wir bieten hingegen Freiheit und ...“

Sie erbleicht als sie den wahren Inhalt realisiert: „...die Taufe durch einen unserer Priester vorgenommen...“


Teje I betrachtet eingehend das Siegel von MeriNil.


„Das muß ich erst einmal überschlafen“, denkt sie und muß gähnen, an eine Dienerin gewandt: „Organisier für morgen ein Treffen mit meiner Mutter!“

„Sehr wohl, hohe Dame.“


In einer kleinen Kapelle

„Anhor!“, betet KaNechetPaAnhor, kniet sich dabei nieder und entzündet zwei kleine Räucherschalen: „Ich erbitte dein Kriegsglück für die morgige Schlacht.

Und paß auf den Jungen auf, der morgige Tag wird hart für ihn!“

Er betet noch, daß die Ausrüstung halten möge, was sie verspricht und um gutes Wetter.


In seinem Zelt angekommen, wetzt er ein letztes Mal das neue Schwert, trinkt dabei ein Bier.

Dann geht auch er schlafen.


Kriegsgemetzel

Obed hört Fanfaren: „DIE SCHLACHT BEGINNT!!!“


Alle stürmen los, auch Obed. KaNechetPaAnhor sieht erleichtert, das der Junge wegen der ungewohnt schweren Rüstung zurückfällt.

Sein Blick daraufhin nach vorne zeigt ihm, daß die feindlichen Axtkämpfer gerade auf einen Zug der Speerträger treffen. Die Speerträger haben zwar die größere Reichweite auf ihrer Seite, kommen aber gegen die schwere Panzerung der Axtkämpfer kaum an.

Erst, als ein zweiter Zug Speerträger dazu trifft, können die Axtkämpfer unter schweren Verlusten aufgerieben werden. Es ist ein Hauen und Stechen.


Der Leutnant erreicht die vordersten Reihen, und tanzend wie ein Derwisch zerteilt er mit seinem Schwert einen Feind nach dem Anderen.


Obed sieht dies und fühlt sich einen Augenblick lang wie ein Sieger.

Aber gerade noch im rechten Moment bekommt er mit, wie aus dem Augenwinkel ein feindlicher Soldat mit einem Dolch auf ihn zukommt. Obed sieht auch, daß dieser schwer verwundet ist und wird sich seiner Schleuder bewußt.

Und anstatt den Stein zu schleudern, nutzt er die Schleuder mit Stein wie einen Flegel, und drischt so seinen ersten Gegner tot.

Vollkommen blutüberströmt nimmt Obed den Dolch auf und versteckt sich hinter einem umgekippten Streitwagen.

Er lugt vorsichtig Richtung Front, nur um zu sehen, wie die eigenen Streitwagen durch eine kleine Abordnung der eigenen Speerträger rammt: „NEIN!, daß sind doch unsere eigenen Leute!!!“, Obed muß sich übergeben.


Dem Leutnant haben sich in der Zwischenzeit die libyschen Söldnerinnen angeschlossen.


Obed sieht einen kleinen Schild, traut sich etwas vor und greift diesen. Schnell verkriecht er sich wieder hinter dem Streitwagen.

Von dort aus sieht er, wie die eigenen berittenen Bogenschützen die feindlichen Speerträger aus sicherer Entfernung bis zum Letzten ausrotten. Dadurch ermutigt, fängt Obed ebenfalls an, mit seiner Schleuder zu schießen.


Als KaNechetPaAnhor mitbekommt, daß die Schlacht fast gewonnen ist, fängt er an, nach Obed zu suchen.


„Scheiße, Junge, gut, daß du überlebt hast!“

„Ähh, ich glaube, ich habe mir aber in die Hose gepisst.“, antwortet dieser ängstlich.

„Ist immer so beim ersten Mal.“


Nach der Schlacht

Und dann beginnt das, was KaNechetPaAnhor schon auf dutzenden Schlachtfeldern gesehen hat.


Er sieht, wie die vielen eigenen Verletzte geborgen und ins Lazarett gebracht werden. Und er hört ihre Schmerzensschreie.

Und er hört die Rufe um Gnade der vielen feindlichen Verletzten, kurz bevor sie getötet werden, nur um ihre Leichen zu fleddern.


„Zum Glück waren deren berittene Bogenschützen und die Aksum noch nicht dabei. Die halten wohl den Hügel.“, denkt der Leutnant.


Nachbereitung

„Mein einziger Freund, wie hoch sind unsere Verluste?“

„Nach ersten Einschätzungen:

Wir haben unserer Speerträger weit über 150 verloren und ungefähr 300 Verletzte.

Aber dafür sind nur 6 unserer berittenen Bogenschützen gefallen.

Von den Streitwagen sind 9 schwer beschädigt, aber nach Reparaturarbeiten dürften 4-5 wieder einsatzfähig sein.

Und von den Libyerinnen sind ungefähr 3 Dutzend gefallen, mein Pharao“


„Bei Aten“, stöhnt AmenHotep III: „So viele?“


Szene Unterhaltung Tuja & Teje I

„Ich hatte gehofft, du hättest etwas früher am Tag für mich Zeit?“

„Meine Tochter, so setz dich doch.“, kommt es erfreut von Tuja: „Du weißt doch, die Geschäfte.

Aber du wirkst aufgewühlt, worum geht es?“


Teje I übergibt den Brief, Tuja beginnt zu lesen.


„Oh, welch interessante Konstellation.

Meine Tochter, nur einmal rein hypothetisch überlegt, wenn sich das hohe Haus mit der 'Aten'-Sekte verbünden würde...“

„...wäre uns die 'Amen Re'-Priesterschaft finanziell immer noch weit überlegen.“, vollendet Teje I den Satz.


„Aber ohne mich verlieren sie den Einfluß auf alle Freudenhäuser und Zuhälter, und damit auf ihre Haupteinnahmequelle.“

„Du weißt, wie gefährlich solche Pläne sind?“


  • kurze Puffstory (viel Geld/ Feiern)


Phex wird erwischt

„Ähh, den Typen kenne ich doch“, denkt Obed, als er den 2. Zug berittene Bogenschützen beobachtet: „, daß ist doch dieser Beutelschneider aus 'Memphis', der meinen Vater mal so bösartig betrogen hat. Was macht der denn hier?“

Unauffällig folgt er Phex.


...und beobachtet, wie dieser gerade einen Laib Käse stiehlt!

„REKRUTEN!!!“, brüllt er

Die anwesenden Rekruten sehen den 12-jährigen Bengel und müssen erstmal lachen.

Obed weist auf Phex: „Festnehmen wegen Lebensmitteldiebstahl!“, befiehlt er und aus Spaß wird sofort Ernst. Erst recht, da die Rekruten selber seit gestern auf halber Ration darben.


Die Durchsuchung von Phex's Beutel bringt noch weitere 3 Laibe Brot und ungefähr ein halbes Kilo Dörrfleisch zu Tage.


Ein anwesender Feldwebel befiehlt: „Bindet ihn und bring in das Zelt des Pharao!“, und an Obed gewandt: „Kleiner, dafür bekommst du ab sofort doppelte Ration.“


Schlachtplan

„Wo ist mein Pokal?“. fragt AmenHotep III

„Dort vorne, unter dem Schemel.“, antwortet der immer noch gefesselte Phex. Die Fesseln sind aber immerhin soweit gelockert, daß er jederzeit flüchten könnte.


„Hää, du bist immer noch da?“, fragt Gefreiter Obed ungläubig.

„Wohin soll ich denn schon gehen?“


„Egal, füllt meinen Pokal mit Wein, wir müssen planen.“, kommt von AmenHotep III und an Juja gewandt: „Was denkst du?“


Phex entledigt sich seiner Fesseln: „Mein Pharao, ich habe mir das vorhin schon mal angesehen.

Also, wenn eure Armee hier Aufstellung bezieht *zeigt auf eine nord-westlich gelegene Hügelkette*, dann müssen sich Hawila's Truppen hierhin begeben.

Und das bedeutet, hier hinten *deutet auf die Süd-Front* ist Alles frei. Gebt mir ein Dutzend Speerträger, ein Dutzend Bogenschützen und ein Dutzend Leitern... Das wird leichter, als einem Kind ein Stück Kandis zu klauen.“


„Warst du nicht gerade noch gefesselt?“

„Naja, ich hatte eigentlich den güldenen Pokal eingeplant.“, denkt Phex nur, antwortet aber: „Ja, und??? Frech kommt weiter. Also, was ist jetzt?“

AmenHotep III sieht Juja fragend an. Der nickt.


Treffen Tuja & Amen-Priester

„Ihr wisst, warum ich hier bin?“

„Ja, der allmonatliche Blutsauger. Dieses Mal ist es aber nicht so viel Geld wie sonst.“

„Warum das?“, der 'Amen Re'-Priester sieht Tuja fragend an.

„Naja, der Krieg. Viele Männer mit Geld sind gerade nicht in der Stadt. Aber nach Kriegsende werden hunderte ausgehungerter Soldaten die Bordelle stürmen, glaubt mir. Das ist seit Anbeginn der Zeiten so.“


Der Priester nimmt das Geld und geht: „Bis zum nächsten Monat.“


Hinterhalt

Phex sitzt mit 35 Mann hinter einer Düne: „Was ist zu erkennen?“

„Der Pharao ist auf dem Hügel angekommen, und der Feind nimmt wie geplant Aufstellung.“

„Gut, warten wir noch 10 Minuten, bis Alle richtig positioniert sind.“


Szene Geburt AkhenAthen






  • Wo ist eine Willy, wenn man sie braucht?






Jochebed herrscht eine der Palastwachen an: „Jetzt schickt endlich einen Boten zum Pharao!“




Sieg

„Los jetzt!“, die Männer nehmen die Leitern und rennen zur Südmauer. Die Palisade ist schnell überwunden und Hawila innerhalb kürzester Zeit von drei Dutzend Bogenschützen und Speerträgern umstellt.


„Mein Freund, in der ganzen Schlacht sind insgesamt 7 Soldaten gefallen?“, fragt AmenHotep III ungläubig.

„Ja, mein Pharao.“

„Die Kriegsgefangenen sollen gebunden und nach Assuan verbracht werden. Und wo ist dieser General Hawila?“

„Sofort, mein Pharao.“


'Amen Re'-Priesterschaft

Benjamin führt PtahMosis in die Bibliothek, MeriPtah und May warten schon.

„Benjamin, sei so gut und hol einem alten Mann einen Krug Wein und einen Kelch.“, und an die beiden Anderen gewandt: „Worum geht es so dringend?“

May platzt sofort mit der schlechten Nachricht heraus: „Die große königliche Gemahlin hat einen Sohn geboren!“

„Das ist schlecht, das muß ich erstmal sacken lassen.“


Benjamin kommt mit dem Wein und füllt einen Kelch.


„Was schlagt ihr vor?“, will MeriPtah wissen.

PtahMosis denkt nach.

Nach 5 Minuten sagt er: „Wir müssen das große Haus irgendwie schwächen, nur leider sind uns derzeit die Hände gebunden.“

„Ihr wisst also auch nicht weiter?“

„Wir müssen abwarten und hoffen, daß die Zeit die Geschichte verwässert. Aber im Augenblick seh ich keinen Trumpf in unserer Hand.“


Der erste Kuss

Danach sieht KaNechetPaAnhor, wie eine ungefähr 13-jährige, libysche Söldnerin Obed versorgt.


„Aber du blutest doch am Arm und ich bin unverletzt?“

„Ja, aber das bei mir ist nur oberflächlich...“, beschwichtigt sie ihn.

Danach schleift sie ihn am Schlawittchen in ihr Zelt.


„Ähh, aber, ich weiß noch nicht einmal, wie du heißt?“

„La ehm, ich finde dich schon wieder. Und jetzt küss mich!“


„Ich wußte gar nicht, daß man Mädchen da auch küssen kann.“, und zeigt auf seinen Schritt.

„Scheiße, weißt du wenigstens, wie sie heißt?“

„Sie heißt 'LaEhm' und sie hat gesagt, sie findet mich schon wieder.“


KaNechetPaAnhor, der die Sprache der Libyer versteht, prustet vor Lachen: „Du weißt, was ihr Name bedeutet?“

„Nein?“, antwortet verschüchtert Obed.


„Dann weißt du wahrscheinlich auch nicht, daß du sie nach libyschem Recht jetzt heiraten mußt?“

„HEIRATEN???“


'Aten'-Sekte

„Wo bleibt der Buchhalter?“, MeriNil geht unruhig auf und ab.


5 Minuten später erscheint dieser: „Hochwürden, ihr habt gerufen?“

„Habt ihr die Abrechnung des letzten Monats endlich fertig“, fragt MeriNil ungeduldig.

„Wir haben fast alles zusammen, einzig die Werte aus Theben fehlen noch, mein Herr.“

MeriNil schaut finster: „Schon wieder?“


„Leider ja, aber die bisherigen Werte sehen gut aus.“

„Was haben wir?“


„Die Reingewinne des letzten Monats betragen,“, der Buchhalter schaut auf sein Papyrus:

„Mit Bethelnuss erwirtschafteten wir 17 Goldmünzen, 538 Silbermünzen und 12.108 Kupfermünzen. Es sind allerdings nur noch etwas mehr als 6 Kilogramm vorhanden, da müssen wir nachbestellen.

Haschisch lief diesen Monat leider irgendwie nicht so gut, nur 2 Goldmünzen, 2.814 Silbermünzen und 37.120 Kupfermünzen, aber die Lager sind dafür noch gut gefüllt.“

Paschtunisches Opium erbrachte 15 Goldmünzen, 3.251 Silbermünzen und 42.832 Kupfermünzen, die nächste Lieferung erwarten wir am Freitag.

Und wie geplant, werden Pilze und Mutterkorn bis zum Sed-Fest aufgespart, daher keine Einnahmen. Zum Ende der nächsten Woche erwarten wir aber noch eine Lieferung von 4 Kilogramm Pilzen aus Hatti.

Das macht insgesamt 34 Goldmünzen, 6.603 Silbermünzen und 92.068 Kupfermünzen, Hochwürden.“


MeriNil denkt kurz nach: „Also, bestellt noch 35 Kilogramm Bethelnuss.

Und, was die erwarteten Lieferungen betrifft, haltet mich immer auf dem neuesten Stand. Ihr könnt jetzt gehen.“

„Sehr wohl, Hochwürden.“, und entfernt sich.

„Ach ja, und besorgt die Werte aus Theben!“, befiehlt er ihm noch im Gehen.


Gespräch AmenHotep III, Juja und Hawila

„Du bist also dieser General Hawila?“


Der General antwortet trotzig: „Ihr nennt euch also „wahre Gläubige“, aber das seid ihr nichtsnutzigen Häretiker nicht!

Vielmehr seien wir diese Ketzer, die auf die Propaganda des gelobten 'Amen Re' hereingefallen seien, wie man mir jüngst aus dieser Ecke mitteilte.

Womöglich besteht das Problem darin, dass noch nicht überall angekommen ist, wie unbelehrbar und gefährlich euer Irrglaube eigentlich ist.

So werden sie von Teilen der Anhänger doch wahrhaftig als Freiheitskämpfer gegen die ach so bösen 'Amen Re'-Priester angesehen.

Wenn man schließlich selbst einer religiösen Weltsicht anhängt, kann man gar nicht verstehen, wie es ist, sich eine eigene Meinung jenseits dieser Wahnvorstellungen zu bilden.“


„Schweig still“, bellt Juja

Aber der General fährt ungestört fort: „Wir, die wahren Gläubigen-“

„...tötet wahllos Zivilisten, ihr plündert und vergewaltigt!!!“, unterbricht ihn brüllend AmenHotep III: „Wie ist das mit eurem Glauben vereinbar?“


„Leider werden aber auch jetzt in diesem Augenblick Menschen im Namen des Glaubens niedergemetzelt, weil sie einigen Leuten nicht fanatisch genug sind. Schaut man da jetzt einfach nur zu und hofft, oder greift man ein?“


„Ich habe mich schon mit vielen schlechten Menschen unterhalten, aber du stinkst wirklich aus dem Herzen!“, AmenHotep III wendet sich angewidert ab: „Mein Freund, ordne eine öffentliche Hinrichtung an.“

„Mein Pharao???“, erwidert Juja kreidebleich.

„Ja, dies ist mein Befehl! So leid es mir tut.“

„Heute Abend, bei Sonnenuntergang.“


Hinrichtung Hawila

„Ähh, ist 'ne dumme Frage, aber was war die liebste Hinrichtungsmethode eures Generals?“, fragt Obed einen der Kriegsgefangenen.

„Er hat beide Arme und beide Beine an Pferde angebunden und-“

„Er hat sie gevierteilt???“, entfährt es einem entsetzten Obed.

Er fragt noch drei weitere Gefangene, immer die gleiche Antwort.


„Leutnant, die Antwort wird euch nicht gefallen...“

„So schlimm wird es schon nicht sein.“

„Ähh, Vierteilen!?!“

„Scheiße!“


Am Abend wird General Hawila auf den Appellplatz geführt, dazu vier der stärksten Pferde.


Benachrichtigung Geburt

Der Feldzug ist auf dem Rückweg.

„Der Pharao hat befohlen, das wir hier das Nachtlager aufbauen. Also, was haltet ihr so Maulaffen feil?“

„Am Horizont ist ein Reiter, Leutnant.“

„Scheiße!“, KaNechetPaAnhor schaut konzentriert in die gewiesene Richtung.


20 Minuten später kommt der Bote im Lager an: „Ich muß sofort den Pharao sprechen!“

„Da kann ja jeder kommen.“

„Jeder, der von der Geburt seines Sohnes berichten kann?“

„Oh, gut, komm mit!“, und an die Rekruten gewandt: „Scheiße, jetzt baut endlich die Zelte auf!“


'Aten'-Sekte

„Kommt herein!“, befiehlt MeriNil wirsch dem Buchhalter: „Wie ist der Stand der Lager“


Der Buchhalter sucht in seinem Tornister nach dem entsprechenden Papyrus: „Hochwürden,

wir verfügen derzeit insgesamt über 74 Kilogramm Bethelnuss, 349 Kilogramm Haschisch, 41 Kilogramm Opium, 13 Kilogramm Pilze und 5 Kilogramm Mutterkorn. Die Lager sind wohl gefüllt.“


„Und die übrigen Vorbereitungen für das Sed-Fest?“

„Es ist alles bereit.“


Siegesparade

Auf den Straßen stehen wieder jubelnde Massen. Teje I & Tuja sitzen wieder auf dem Balkon: „Und, ist schon was zu sehen?“

„Nein, Mutter.“

„Das wird wieder dauern.“, und gießt sich Tee ein.


Jochebed hält den kleinen ThuTAmenHotep IV auf dem Arm: „Gleich kommt dein Papi.“


Nach 5 Minuten sieht Teje I die ersten Speerträger und springt auf: „Es sind sehr viele Speerträger übrig.“

„Das ist ein gutes Zeichen“, sagt Tuja und denkt: „Auch für's Geschäft.“


Als nach den berittenen Bogenschützen und den Libyerinnen endlich die Streitwagen eintreffen, jubelt die große, königliche Gemahlin: „Ich kann sie sehen!“

Jetzt erhebt sich sogar Tuja: „Und Beide unverletzt, den Göttern sei Dank.“


Empfang Familie

„PAPIIIIIIIII!!!!!!!!“, die kleine NeferNeferTRe stürmt los.

„Na, meine Kleine, du bist ja in der Zwischenzeit groß geworden.“


Jochebed tritt mit dem kleinen ThuTAmenHotep IV auf dem Arm hinzu.

„Och, nicht schon wieder dieser kleine Schreihals.“

„Vor nicht allzu langer Zeit warst du auch noch so ein Schreihals.“, versucht Jochebed zu beschwichtigen.

„Nein, war ich garnicht!!!“

„Glaub mir, es ist, als wenn es gestern gewesen wäre.“, sie schaut kurz grübeln drein: „Nein warte, es war gestern.

So, Neffi, und jetzt lass deinen Vater doch mal seinen Sohn sehen.“


Juja & Tuja

„Dir ist nichts passiert.“, atmet Tuja auf und nimmt ihren Gatten erleichtert in die Arme.

„Ich kann schon alleine auf mich aufpassen.“, antwortet dieser und küsst sie lange und innig.


„Wie hoch sind die Verluste?“

„Es hält sich in Grenzen, wir hatten Glück. Und was ist hier in der Zwischenzeit vorgefallen, außer der Geburt?“


Tuja erzählt von dem Brief.

„Und, was hast du ihr geraten?“, fragt Juja erschreckt.

„Ich habe 'Ja' gesagt.“

„Du weißt, daß das Krieg bedeutet.“


Date Obed & LaEhm

„Ähh, Leutnant, ich habe gerade LaEhm wiedergetroffen. Was soll ich machen?“

„Hast du sie gefragt, ob sie mit dir ausgehen möchte?“

„Naja, sie hat eher mich gefragt.“

„Scheiße, ich hoffe, du hast 'Ja' gesagt.“

„Ähh, ja schon, aber-“

„Nichts aber, dann triff sie!“, unterbricht KaNechetPaAnhor abrupt: „Wann denn?“

„In einer Stunde schon.“

„Du solltest deine Rüstung auf Hochglanz polieren, darauf stehen die Frauen. Und kauf ihr was Süßes, das mögen sie auch.“

„Auf dem Markt am Isis-Tempel kenne ich einen Stand, da gibt es kandierte Feigen.“, und beginnt, seinen Schuppenpanzer zu reinigen.


„Wieviel Geld hast du?“

Obed schaut nach: „1 Silbermünze und 14 Kupfermünzen.“

„Zu wenig, hier sind noch 3 Silbermünzen von deinem Sold, mach ordentlich einen drauf. Das ist ein Befehl!“


Taufe

Vor fünftausend Zuschauern, mehr Einlaß hat die Palastwache nicht gewährt, werden die Räucherschalen angezündet. Alle sind in Weiß gekleidet.

Der Chor stimmt sich ein.

MeriNil erscheint in einem Cilicium, einem Büßergewand. Die Menge jubelt.


„Wie soll das Kind heißen?“, fragt er AmenHotep III & Teje I.

„Er soll meinen und den Namen meiner Vorfahren, gesegneter Geist des Friedens, also AmenHotep, tragen.“

„So soll er fortan ThuTAmenHotep IV heißen.“

Juja und Tuja haben Tränen in den Augen.


'Amen Re'-Priesterschaft

„Diese WAHNSINNIGEN!!!“, Bischof May schmettert seinen Krug gegen eine Wand.

„Das ändert auch nichts an der Situation.“, beschwichtigt PtahMosis: „Wir müssen jetzt besonnen handeln.“

„Ach ja, und wie?“, kommt es aufgebracht von May.

„Wir müssen jetzt für die Zukunft planen.“, unterbricht MeriPtah.


Sed-Fest

„Hey, da bist du ja endlich.“

„Ähh, ich warte schon seit einer halben Stunde hier.“, erwidert Obed verwirrt.

Statt einer Antwort stopft LaEhm ihm drei Pilzköpfe in den Mund, danach küsst sie ihn: „Und jetzt lass uns tanzen.“


Nach 2 Stunden auf der Tanzfläche flüstert LaEhm in Obed's Ohr: „Ich hab Lust auf etwas Süßes.“

Obed, der etwas ganz Anderes dabei denkt, folgt ihr willenlos.


An einem Stand mit kandierten Früchten sieht LaEhm KaNechetPaAnhor stehen.

„...und noch ein halbes Dutzend Feigen.“

„Leutnant!“, Obed versucht, seinen aufrechten Stand zu behalten.

„Scheiße, alles in Ordnung mit ihm?“, fragt dieser, während er auf einem Stück Kat herumkaut.

„Ja, der sieht nur gerade Töne und hört Farben.“, erwidert LaEhm.

„Dann ist ja gut.“


Alle drei nehmen danach auf einer freien Bank im Park Platz und naschen süße Früchte.


„Seht ihr dort drüben die Kapelle?“, fragt LaEhm, doch bevor Obed antworten kann, zieht sie ihn schon am Schlawittchen in die gewiesene Richtung.

Eine Viertelstunde später sind Obed und LaEhm Mann und Frau.


Nach der Zeremonie nimmt KaNechetPaAnhor LaEhm kurz beiseite: „Sag mal, wie heißt du eigentlich wirklich?“

„Fatima Aya Nesreen Mona Reem al-Dechasul“

„Scheiße, bleiben wir dann doch lieber einfach bei 'LaEhm'!“


Nachbereitung

Der Pharao sitzt verkatert im Thronsaal, als der Schatzhausvorsteher SebakMosis hereinkommt: „Mein Pharao, wir haben die Abrechnung fertig.“

AmenHotep III schaut auf.

„Der Reingewinn des Sed-Festes beträgt 137 Goldmünzen, 9.268 Silbermünzen und 169.251 Kupfermünzen.“

„Ist das viel oder wenig?“

„Ausreichend.“


Zeitsprung 10 Jahre

Was seither geschehen ist? Nichts, außer:



Einsatzbesprechung

„Scheiße, seid ihr endlich fertig?“

„Jo, Chef, bin bereit. Aber bis die Beiden mal mit dem gegenseitigen Bedackeln fertig sind, keine Ahnung.“, antwortet Phex.

„OBED!!! LaEhm!!!“, brüllt KaNechetPaAnhor.

Die Beiden lösen sich endlich: „Aber wir feiern doch unseren 10. Hochzeitstag!“

„Gut, Glückwunsch, daß ihr 3 Wochen lang feiern könnt. Können wir jetzt trotzdem mit der Arbeit beginnen?

Also, wir sollen die 'Amen Re'-Priesterschaft beobachten. So lautet unser Befehl.“, der Leutnant blickt in die Runde: „Vorschläge?“


„Ich könnte in den Tempel einbrechen und mich mal umsehen? Aber der ist schwer gesichert. Eigentlich nur der Empfangsbereich mit ein paar Räumen dahinter, alles Andere ist tabu.“

„Ja, Phex, soweit war ich auch schon.“


„Ähh, die Observation von Bischof May hat leider nichts ergeben.“

„Der ist so glatt wie ein Aal“, ergänzt LaEhm: „, aber dieser Diener, dieser Benjamin, da gäbe es Ansatzpunkte.“


„Für den Einbruch, brauchst du da Hilfe?“

„Eventuell noch jemand zum Tragen wäre nicht schlecht.“

„Gut, und dieser Benjamin?“

„Ich weiß, welche Kneipe er regelmäßig besucht.“, kommt es von Obed.


„Gut, bis wann seid ihr damit fertig?“

„Inklusive An- und Abreise 'Theben', eine Woche?“, meint Phex, und an LaEhm gewandt: „Nimm diesmal aber ein Seil mit!“

KaNechetPaAnhor guckt Richtung Obed.

„Ähh, ich auch so. Wenn er dann das nächste Mal seine Stammkneipe besucht.“


„Braucht ihr sonst noch etwas, außer wie immer Geld?“

„Ähh, ja, Phex, ich brauche etwas Ziviles zum Anziehen. Ich kann da schlecht in Rüstung auftauchen.“

„Geht klar.“


„Sonst noch etwas?“

„Nein.“

„Also, auf nach 'Theben'. Wegtreten!“, und grummelnd zu sich selbst: „Scheiße, und für mich bleibt wieder nur der ganze Papierkram übrig.“


Hofleben

„Kinder, wo seid ihr mit eurer Aufmerksamkeit? Also: 2 mal 6?“

„12...“, kommt es gelangweilt aus allen Mündern gleichzeitig.

„Richtig, 4 mal 7?“

„28...“, Jochebed ist am Verzweifeln.


„Wartet einen Moment hier!“

Sie geht auf direktem Weg zum Thronsaal, der neue Schatzhausvorsteher SebakHotep erklärt gerade die aktuellen Bilanzen: „Mein Pharao, darf ich kurz unterbrechen?“

„Gerne, alles Andere als das hier.“

„Die Kinder brauchen endlich einen richtigen Lehrer!“

„Schön, kümmere dich bitte darum!!“

„Mein Pharao“, unterbricht SebakHotep: „Wie wäre es mit meinem Vater SebakMosis, er hat euch viele Jahre treu gedient?“

„So sei es denn.“


Mord an Aperel

Bischof May ist auf seiner abendlichen Laufrunde, und erblickt Aperel.

Er greift zu seinem Dolch und schleicht sich von hinten an.


'Amen Re'-Priesterschaft

„Der Hethiter ist uns nicht mehr im Weg.“

PtahMosis schaut auf: „Das ist gut zu hören.“


„Wer ist uns sonst am Ehesten ein Dorn im Auge?“, fragt Bischof May.

PtahMosis schaut in seinen Kelch Wein und denkt einige Zeit nach, dann antwortet er: „Ich würde sagen, Juja & Tuja. Wieso?“


„Ich habe einen Kämpfer General Hawila's unter meinen Befehl gebracht. Er wartet nur auf Anordnung.“

„Erteilt“


Am nächsten Morgen

„Hochwürden, ein Brief des Pharao.“, Benjamin tritt ein.

PtahMosis neigt den Kopf: „Gib ihn MeriPtah! Und dann entferne dich.“

Benjamin tut, wie ihm geheißen und geht danach vor die Tür, bleibt dort aber davor stehen, um zu lauschen.


„Lies vor!“


„Kardinal PtahMosis,

ich muß leider mitteilten, daß gestern mein treuer Wesir Aperel feige von hinten erdolcht wurd-“


Beide müssen lachen.

„Weiter!“, fordert PtahMosis.


Der Bischof liest weiter: „Ich muß euch leider umgehend in den Palast einbestellen.“


„Na, das kann ja heiter werden.“, feixt PtahMosis wie ein kleiner Junge.


Antwort PtahMosis an AmenHotep III

„Wollt ihr uns etwa Mord unterstellen?“, PtahMosis sieht AmenHotep III an wie ein Geier.

„Und wenn es so wäre?“

„Ich bin der Kardinal des 'Amen Re', vergesst das nicht!“


„So sprecht ihr nicht im Thronsaal!“, unterbricht Teje I erbost: „Zeigt die gebotene Demut vor dem Pharao!“

PtahMosis lacht: „Welche 'gebotene Demut'? Ihr verschreibt euch dieser Sekte und fordert Demut von uns?

Doch was euren Wesir betrifft, so habe ich keine Ahnung.“, lügt er.


„Ach, und bevor ich gehe, habt ihr mit eurem kleinen Sed-Fest eure klammen Kassen ein wenig auffüllen können?“, höhnt er noch, bevor er den Saal verlässt.


Szene Kids

  • 1. Treffen mit 'Aten'-Priester


Treffen Obed & Benjamin (Kneipe)

„Ähh, Wirt, wenn ich heute den ganzen Abend Bier bestelle, mischt es bitte zur Hälfte immer mit Zitronenlimonade. Seid ihr so nett?“

Der Wirt prustet vor Lachen.

„Es soll euer Schaden nicht sein.“, und legt 3 Silbermünzen auf den Tresen: „Aber bitte stillschweigen.“

„Geht in Ordnung, Meister.“, antwortet dieser und nimmt schulterzuckend das Geld.


Nach 2 Tagen wird Obed's Warten belohnt.

„He, Ben!“, ruft ein Obed zwischenzeitlich bekannter Stammgast, einem passionierten Würfelspieler aus Hatti.

Benjamin bestellt ein Bier und setzt sich an den Tisch von diesem „...ähh, wie hieß dieser Hethiter noch? Richtig, Anitta.“


Obed wartet noch eine geschlagene Viertelstunde: „Darf ich mich zu euch gesellen.“

„Klar, setz dich doch.“, antwortet Anitta, und an Benjamin gewandt: „Das ist Simeon.“

„Oh, auch ein Hebräer? Sehr erfreut.“

„Ja, ich arbeite seit einer Woche als Verwalter der Weizenmühlen.“, lügt Obed, aber erste Bande scheinen sich zu bilden: „Und du?“

„Ich bin oberster Sekretär im 'Amen Re'-Tempel, mein Name ist Benjamin.“

„Ähh, Sohn des Südens?“

„Ja, meine Eltern meinten, da ich in Oberägypten geboren bin...“


Nachdem mehrere Stunden ins Land gegangen waren, einige Bier getrunken und auch die Würfel genutzt wurden (Obed versteht sich vortrefflich darin, zu verlieren), fragt er beiläufig Benjamin: „Passiert bei dir auf Arbeit auch so Vieles, daß nicht koscher ist, wie bei uns?“

Und mit seiner gelockerten Zunge fängt Benjamin an zu erzählen: „Also, ...“


Treffen ThuTAmenHotep IV & Aanon mit 'Aten'-Priester

„Und, wieviel soll es kosten?“

„7 Kupfermünzen pro Unze Bethel und 3 Kupfermünzen pro Unze Hanf.“

„Gut, wir nehmen jeweils 2 Unzen.“, und drücken ihm eine Silbermünze in die Hand.


ThuTAmenHotep IV und Aanon entfernen sich kichernd mit ihrer Beute.


Sterbebett Jochebed

„Jochebed, bitte tu mir das nicht an.“, fleht Teje I.

„Irgendwann ist die Zeit für jeden von uns gekommen, so auch für mich. Ich hatte ein langes Leben. Ich möchte nur noch einmal mit meinem Sohn alleine sprechen.“

„Du hast einen Sohn?“


„Ja, ThuTMosis“, sie sieht ihn mit glasigem Blick an: „Komm her zu mir.

Siehst du die Kiste dort drüben in der Ecke, sie gehörte deinem Vater“, keucht Jochebed: „Möge sie dir mehr Glück bringen als ihm.“

ThuTMosis öffnet die Kiste und findet gutes Steinmetzwerkzeug.


Teje I verlässt mit den restlichen Kindern den Raum.


„Und da ist noch etwas, daß ich dir sagen muß!“, wieder keucht sie: „Dein Vater hat eine Kiste mit Gold versteckt. In einem verlassenen Isis-Tempel, ungefähr 20km nord-östlich von 'Karnak'.

Hinter dem Altar, an der Wand, ist ein Holzpanel, eine Geheimtür, unten links davon ist ein kleiner Hebel.

Hast du das verstanden?

„Ja.“

„Wiederhole es!“


ThuTMosis tut, wie ihm geheißen: „Verlassener Isis-Tempel, 20km nord-östlich von 'Karnak', hinter dem Altar an der Wand, kleiner Hebel unten links, Kiste mit Gold.“


„Richtig, wiederhole es noch-!“, und dann ersterben ihre Augen.

„Verlassener Isis-Tempel, 20km nord-östlich von 'Karnak'. hinter dem Altar an der Wand, kleiner Hebel unten links, Kiste mit Gold.“, während er weinend ihre Hand hält.


Auswertung Einsatz

Phex und LaEhm kommen schlecht gelaunt in die Schreibstube: „Tag, Chef!“, und sehen, daß der Leutnant und Obed schon hitzig am Debattieren sind.


„Also, falls es jemanden interessiert, der Einbruch hat wenig, außer ein paar Kleinoden, eingebracht.“

„Dann hört euch die Scheiße an, die Obed gerade berichtet.“, und an Obed gewandt: „Fahr fort!“


„Leute, wir haben ein riesiges Problem. Könnt ihr euch noch an die Schlacht bei Tabo erinnern?“

„Ja, die haben wir doch fast verlustfrei gewonnen, wieso?“

„Die 'Amen Re'-Priesterschaft hat eine Amnestie für einen derer fanatischsten, aggressivsten Krieger bewirkt!“

„Darf ich unseren geliebten Leutnant imitieren?“, fragt Phex: „Scheiße, der läuft da draußen jetzt frei herum???“

„Große Mutter!“, entfährt es LaEhm.


Juja's Tod

„Guten Tag, edler Herr“, Juja sieht sich einem unbekannten Mann gegenüber, der wie ein nubischer Händler gekleidet ist.


„Ich will nichts kaufen.“, winkt er ab.

„Ohh, ich verkaufe doch nichts. Ich warte nur, bis das Gift wirkt.“

„Welch-“, will Juja noch fragen, dann bricht er krampfend zusammen.


Der Mörder entfernt sich langsam und unauffällig.


Einsatzbesprechung Juja ist Tod

Obed und LaEhm stürmen in die Schreibstube.

„Ich bin schon seit einer Stunde da, der Leutnant ist gerade beim Pharao.“

„Wir haben es eben erst erfahren, weißt du schon genaueres?“

„Gift, vermutlich Roter Fingerhut“

„Ähh, daß bedeutet, der Mörder kann überall und jeder sein!“


„Scheiße, daß habe ich dem Pharao eben auch versucht zu erklären.“

„Leutnant, wie sind die weiteren Pläne?“

„Findet heraus, wen die 'Amen Re'-Irren da genau begnadigt haben!!!“

„Schon erledigt, hilft aber nicht weiter.“, antwortet Phex: „Ein Nubier, aber leider der Durchschnittlichste aller durchschnittlichen Nubier. Halt schwarz, ungefähr 1,80m groß, um die 75kg schwer und schwarzes, kurzes, krauses Haar. Ach ja, und sein Name ist Bebi. Hilft das jemand weiter?“

„Das heißt, wir haben über 1.500 Verdächtige, und das allein nur hier in 'Tell el-ʿAmārna'? Irgendwelche Gebrechen, Narben, Tätowierungen, besonderer Schmuck?“

„Nichts dergleichen.“


„Scheiße, fangen wir also wieder bei Null an!“


Szene Kids 1. Drogenerfahrung

  • Dealer: 'Aten'-Priester


'Amen Re'-Priesterschaft

„Wie ich hörte, lief die Tötung Juja's reibungslos?“, fragt PtahMosis.

„Ganz wie erdacht, und Tuja's Tod steht auch fast nichts mehr im Weg.“, antwortet MeriPtah und nimmt sich noch eine getrocknete Dattel.


„Wie steht es um die Verbreitung des Totenbuch, konnte das eingedämmt werden?“

„Leider ist unser einziger Vorteil, daß so wenige lesen können.“

„Wir müssen diesen Irrtum schnellstmöglich unterbinden, und dann auf die Vergesslichkeit des Volkes hoffen.“

„Das sehe ich genauso.“, kommt es von MeriPtah, der sich noch eine Dattel nimmt.


Szene Beerdigung Juja

  • Einbalsamierung in 'Tell el-ʿAmārna'
  • KV??
  • AmenHotep III total fertig


ThuTMosis

Die königliche Familie betritt die Baustelle der Tempelanlage von 'Karnak'.

„Was machen wir hier, hier ist es doch immer so langweilig.“, nörgelt NeferNeferTRe.

„Wir müssen euren Vater ablenken.“, erwidert Teje I.


ThuTMosis bleibt vor den zwei gewaltigen, 21m hohen Statuen stehen. Sie ist zwar immer noch von Gerüsten eingezäunt, aber einige Details sind schon zu erkennen.

(Bild: 21m-AmenHotep III-Statue, in Gerüst mit Arbeitern)

„Wie kann so etwas Großes entstehen?“

„Mit viel Mathematik.“, antwortet SebakMosis ruhig: „Erinnerst du dich noch, was ein rechter Winkel ist?“

„Ja, sicher weiß ich das noch. Kann ich hier warten und den Arbeitern zuschauen?“


3 Stunden Besichtigungstour später, NeferNeferTRe nörgelt immer noch.


„...also jetzt hier?“, fragt ThuTMosis begeistert.

„Ja, aber den Meißel noch ein wenig steiler ansetzen. Ja, so ist es richtig.“, konzentriert fängt ThuTMosis an zu hämmern.

-KLING- -KLING- -KLING-


Szene Planung Umzug nach 'Theben'

  • Schwächung der Amen-Priesterschaft
    • amenhotep iii, teje i, tuja &

AmenHotep III und Vikar MeriNil sitzen bereits im Lustgarten, Teje I und Tuja kommen aus dem Nordflügel.

Wenige Minuten später erscheint auch der wie immer mit Papyri beladene Aperel durch das Osttor.


Der Pharao beginnt: „Wir haben wichtige Veränderungen vor uns.“

Aperel nimmt sein Schreibzeug.














NeferNeferTRe

Tuja hat schon vor Einsetzen der ersten Periode mit ihrer Enkelin über dieses Ereignis gesprochen, damit sie nicht überrascht wird, wenn es soweit ist.

Sie hielt schon den Beginn des Weißflusses für einen guten Zeitpunkt, um das Gespräch zu suchen.

Auch wachsende Brüste sowie Achsel- und Schambehaarung bemerkte Tuja. Der Körper wirkte insgesamt weiblicher.


Wichtig war, zu erklären, was die erste Periode bedeutet, wie es dazu kommt und welche Monatshygiene verwendet werden kann, damit erst gar keine falschen Vorstellungen oder Ängste entstehen.


Aber, da die erste Periode auch bedeutet, dass ein Mädchen nun zeugungsfähig ist, fragt Tuja: „Seit wann kommt er schon zu dir?“

„Seit anderthalb Jahren. Ich halt dann einfach still.“

„Glaub mir, wenn du erstmal schwanger bist, wird er sein Interesse sehr schnell verlieren.“, und hält dabei Neffi's Hand.


Treffen Aanon mit MeriNil

Aanon klopft an die Pforte.

„Was möchtest du kaufen?“, der Türsteher hat ein kleines Sichtfenster aufgeschoben.

„Oh, eine Unze Kat. Aber das ist nicht meine Frage.“

„Sondern???“, der Türsteher drückt die Tür auf.

„Kann ich bei euch mitarbeiten?“


Der Türsteher führt Aanon zu dem Vikar.


'Amen Re'-Priesterschaft

„Wozu dieser Umzug nach 'Theben'?“ May geht unruhig auf und ab.

„Ich vermute, um auch dort das Totenbuch verbreiten zu können.“, entfährt es PtahMosis gestresst.

„Aber, wie können wir das unterbinden?“


„Wie laufen unsere Pläne mit der Tötung Tuja's?“, fragt der zwischenzeitlich hinzugekommene MeriPtah.

„Verschoben.“, windet sich der Bischof: „Während des Umzugs wäre eine Aktion dieser Größenordnung zu ungewiss. Aber danach schlagen wir sofort zu.“


Matheunterricht

SebakMosis betritt den Klassenraum: „Ohh, doch so Viele.“

ThuTMosis, der gerade Reparaturarbeiten an seinem Lot vornimmt, wendet sich um: „Also, Aanon ist im Religionsunterricht. Und wo der Prinz und Neffi sind, keine Ahnung. Wahrscheinlich beim Tanzunterricht im Park?“


„Und was machst du da gerade?“

„Ich will ein dünneres Band durch mein Lot-Gewicht ziehen. Aber der vermaledeite Knoten will einfach nicht halten.“, grollt ThuTMosis.

„Versuche es doch einfach nochmal.“

Es klappt auf Anhieb.

„Das nennt sich Vorführeffekt.“, erklärt SebakMosis grinsend und geht zu seinem Platz.


„Also gut, können wir beginnen?“

„Ja.“, rührt sich aber derweil noch schnell ein kleines Schälchen Tinte an.

„Wo waren wir stehengeblieben?“

„Beim rechten Winkel, dieses mit dem Kreis.“

„Richtig, ich fahre fort:


Also, paß auf, zieh erstmal mit deinem Meßstab eine gerade Linie und dann zeichne ungefähr in der Mitte einen Punkt an.“, ThuTMosis fängt an zu zeichnen.

„Jetzt nimm deinen Zirkel und fixiere eine Seite auf diesen Punkt.“, SebakMosis guckt: „Ja, so ist es richtig. Und jetzt schlag einen Halbkreis über die Linie.


Siehst du jetzt links und rechts diese beiden Schnittpunkte? Das ist die Voraussetzung.“

„Ja.“, ThuTMosis schreibt kurz einige Notizen auf.


Nachdem er damit fertig ist, fährt SebakMosis ruhig fort: „Und jetzt zeichne irgendwo auf diesem Halbkreis einen Punkt an und verbinde ihn mit den beiden Schnittpunkten.“

ThuTMosis zeichnet weiter, worauf SebakMosis fragt: „Und, was siehst du jetzt?“

„Sieht aus wie ein rechter Winkel.“

„Richtig. Probiere es mit anderen Punkten auf dem Halbkreis.“


ThuTMosis probiert noch 3 Versuche, immer mit dem gleichen Ergebnis, dann fängt er an zu rechnen: „Aber warum ist das so?“


SebakMosis denkt kurz nach, markiert dann die Ecken eines der Dreiecke und befiehlt: „Wache, kommt kurz her!“

Eine der Palastwachen erscheint: „Herr, ihr wünscht?“

„Hast du ein scharfes Messer dabei?“

„In Gegenwart eines königlichen Kindes?“

„Ja.“, und überreicht das Papyrus: „Schneid einfach mal schnell dieses Dreieck hier aus.“

Nachdem dieser damit fertig ist: „Gut, gib mir das Dreieck.“, und zeichnet darauf noch 3 Hilfslinien an: „Und jetzt die hier noch.“

Die Palastwache tut wie geheißen: „Danke, Rekrut. Eure Dienste werden nicht weiter benötigt.“

„Sehr wohl, Herr.“, steckt das Messer rasch wieder ein und geht auf seinen Posten zurück.

SebakMosis legt die markierten Ecken aneinander und zeigt: „Siehst du hier, diese Seite ergibt jetzt wieder eine gerade Linie.“

ThuTMosis staunt. Und macht sich weitere Notizen.


Er übt danach noch eine dreiviertel Stunde mit seinem Zirkel Winkel- und Seitenhalbierende in Dreiecken, dann verkündet sein Lehrer: „Mittagspause!“

„Ist heute Nachmittag noch Schreibkunde dran? Ich muß das mit den Hieroglyphen weiter üben.“

„Richtig.“, antwortet SebakMosis erfreut im Gehen und denkt: „Wenigstens Eines von den Kindern, der was Vernünftiges lernen will. Nur Buchhaltung mag er leider nicht, schade...“


Schreibstube

Obed und LaEhm turteln in der Schreibstube rum.

„Hier, diese beiden Krüge Wein sind von einem Streitwagen heruntergefallen.“, platzt Phex herein: „Wir haben eine lange Nacht vor uns.“

„Ich trinke aber nur verdünnten.“, meint Obed: „Wann kommt der Leutnant?“

„Der organisiert gerade noch etwas zu Essen.“


15 Minuten später kommt der Leutnant mit einem Rekruten herein: „Da abstellen!“, befiehlt er. Die Platte ist gefüllt mit zwei Dutzend angenehm nach Knoblauch und Majoran duftenden Hammelspießen, dazu Zwiebelmus und Fladenbrot.

„Wegtreten!“, befiehlt er, danach: „Gut, spielen wir ein Trinkspiel.“


„Ist die Lage nicht viel zu Ernst?“, fragt LaEhm.

„Genau deswegen. Laßt uns erstmal eine Kleinigkeit essen. Der Wein ist da?“, und guckt Phex an.

„Ja, sicher.“


Nachdem jeder 2-3 Spieße gegessen hat, beginnt der Leutnant: „Also, wer eine konstruktive Idee hat, muß nicht trinken.“


„Ich fange an.“, meldet sich Obed sofort freiwillig: „Die Nubier hier in 'Tell el-ʿAmārna' wissen nichts, also rein gar nichts. Er ist wie ein Schatten.“

-Alle, außer Obed, trinken einen großen Schluck Wein.-


„Wir haben bisher auch keine neuen Informationen aus den Steinbrüchen von Assuan. Die können auch nichts weiteres sagen.“, mischt sich LaEhm ein.

-Alle, außer LaEhm, trinken einen großen Schluck Wein.-


„Er wohnt in keiner Herberge und besucht keine Tavernen.“, grummelt Phex.

-Alle, außer Phex, trinken einen großen Schluck Wein.-


„Scheiße, wo kann er dann stecken?“

„Ich glaube, an dem einzigen Ort, wo wir nicht nachsehen können.“, alle gucken Obed an: „Im 'Amen Re'-Tempel, aber da kommt noch nicht mal Phex rein. Zumindest nicht in die gesicherten Bereiche.“

„Stimmt.“

-Alle, außer Obed, trinken einen großen Schluck Wein.-


So geht das Trinkspiel noch stundenlang weiter, aber eine Lösung kommt nicht in Sicht.


Abschied Aanon

Nachdem alle ein wenig von den Pilzen, die Neffi organisiert hat, genascht haben, fragt ThuTAmenHotep IV entgeistert: „Und du willst wirklich nicht mitkommen?“

Auch NeferNeferTRe kann es kaum glauben.

Aber Aanon erwidert ruhig: „Ich muß hier in 'Tell el-ʿAmārna' meinen Tempeldienst verüben!“

„Jeder geht seinen eigenen Weg!“, kommt es von ThuTMosis.


Umzug nach 'Theben'

„Wie weit sind wir?“, fragt NeferNeferTRe, während sie die dritte Schmuckschatulle füllt.

„Ich bin gleich soweit, Prinzessin“, antwortet Kammerzofe Anu, während sie die Kosmetika nach Farben einsortiert.


Eine Dienerin kommt herein:: „Prinzessin, ist das der nächste Stapel Roben?“

„Ja, bring ihn zu den Anderen!“, befiehlt Anu.


Nachdem die Dienerin gegangen ist, fragt die Zofe: „Prinzessin, mit Verlaub, in welchem Monat seid ihr?“

„Im Fünften.“


Umzug nach 'Theben'

Der Meuchelmörder steht wie aus dem Nichts neben May: „Kardinal, ich benötige Geld für eine Passage nach Theben. Und das ohne Aufsehen!“

May winkt eine Dienerin herbei und flüstert: „Bring ihn in mein Büro.“, und an den Meuchelmörder gewandt: „Ihr seht selber, was hier los ist? In ungefähr einer halben Stunde.“


2 Stunden später betritt der Kardinal sein Büro, der Meuchelmörder wartet ungeduldig: „Entschuldigt, daß es so lange gedauert hat.“

„Macht doch nichts!“, heuchelt der Meuchelmörder sarkastisch: „Um 18.00 Uhr geht doch nur meine Barke. Wie spät ist es jetzt??? Oh, 16:20! Könnten wir uns ein wenig beeilen?“

May übergibt ihm einen Geldbeutel mit drei Gold- und 17 Silbermünzen: „Ich hoffe, das reicht?“

„Ja, das dürfte für's Erste reichen.“, der Meuchelmörder zählt nach: „Und zum Glück setzt der Pharao nur kurz über und hat dann den langen Landweg gewählt. Ich muß jetzt meinen Erztransporter direkt nach Theben erreichen.“, und verläßt das Büro richtung Hafen.


Umzug nach 'Theben'

„Scheiße, habt ihr Alles für Theben gepackt?“, der Leutnant kommt herein und nimmt sich ein Stück Falafel.

„Ähh, ja.“, antwortet Obed, der noch ein letztes Mal seine Schleuder überprüft.

Phex wetzt derweil seine Kurzschwerter: „Und warum müssen wir jetzt genau nochmal in die Höhle des Löwen?“

„Der Pharao befiehlt, wir sollen die 'Amen Re'-Priesterschaft schwächen! Frag nicht...“, stöhnt LaEhm.

KaNechetPaAnhor nickt nur!


Ankunft in 'Theben'

„Haben wir nach 2 Wochen endlich das Ziel erreicht?“, stöhnt Tuja, während am Horizont die Memnonkolosse auftauchen.

Auch die Anderen scheinen es bemerkt zu haben, die Karawane nimmt deutlich an Geschwindigkeit auf.


„Großmutter, seht ihr diese Pracht, diese Tempelanlagen?“, ThuTMosis hat seinen Streitwagen neben die Sänfte gelenkt: „Hier kann ich mit meinem Studium des Bauhandwerks richtig beginnen.“

Tuja kann ihm die Vorfreude direkt ansehen.


Zeitsprung 3 Jahre

Was seither geschehen ist? Nichts, außer:









Papyrus ziehen

KaNechetPaAnhor und Obed haben schon in einem kleinen Separee Platz genommen, da kommen LaEhm und Phex auch schon in das Gasthaus herein.

„Was Neues?“

„Nichts.“

„Scheiße.“, raunt der Leutnant.


„Das Essen hier soll gut sein.“

„Was darf es zu Trinken sein?“, fragt eine Schankmagd.

Alle bestellen palästinensischen Wein, Obed wie immer verdünnt.

„Gut, was gibt es heute zu Essen?“

„Wirsing-Brotsuppe mit Speck, Ochsenfleisch in Rotwein und zum Nachtisch Obstsalat.“, zählt die Magd auf und geht, nachdem sie alle Bestellungen entgegengenommen hat.


Während sie warten, nimmt der Leutnant 3 kleine Stücke Papyrus und beschreibt sie mit Namen. Diese wirft er in einen Beutel.

LaEhm zieht als Erste und stöhnt: „MeriPtah.“

„Ähh, PtahMosis.“

„Dann bleibt ja nur noch Bischof May übrig.“, kommt es von Phex.


Während des Essens werden Observationspläne und Einzelstrategien abgestimmt.


ThuTMosis

-KLING- -KLING- -KLING- -KLING- -KLING-

„Das geht jetzt schon den ganzen Morgen so.“, NeferNeferTRe schaut genervt.

Darauf ThuTAmenHotep IV: „Was macht er denn?“

-KLING- -KLING- -KLING-

„Keine Ahnung“, ein schabendes Geräusch ist zu hören: „, aber er hat gesagt, er will nicht gestört werden.“

-KLING-

-KLING- -KLING- -KLING-

„Ich geh mal gucken.“


ThuTAmenHotep IV und NeferNeferTRe betreten ThuTMosis Räumlichkeiten, und sehen diesen vor einem großen Stein stehen. In der linken Hand hält er einen Meißel, in der Rechten einen Hammer.

„WAS MACHST DU DENN DA???“, rufen Beide wie aus einem Mund.

„Seht ihr doch...“, erwidert dieser kurz angebunden, legt das Werkzeug beiseite, nimmt ein an einem Stück Schnur befestigtes Stück Kohle und fängt an, auf beiden Seiten des Steins symmetrische Kreise zu zeichnen.


Und wieder:

-KLING- -KLING- -KLING- -KLING-

Ein Brocken von der Größe einer Handfläche fällt herab.

„Ist ganz einfach, ich muß nur der Lagerichtung des Steins folgen...“

-KLING- -KLING- -KLING-

Er nimmt eine Wasserschale, prüft die Eichung und zeichnet mit einem Winkel weitere Punkte an.

„Die Schale steht doch total schief!“

„Aber das Wasser darin nicht...“

-KLING- -KLING-


Kopfschüttelnd verlassen ThuTAmenHotep IV und seine Schwester die Räumlichkeiten.


Gespräch Teje I & NeferNeferTRe

„Und, interessiert er sich noch für dich?“

„Nein, im Augenblick macht er gerade wieder mal mit meiner kleinen Schwester Iset rum“

„Wie immer...“, stöhnt Teje I genervt auf: „Was macht das Kind?“

NeferNeferTRe fasst auf ihren Bauch: „Es wächst und gedeiht.“


Szene 'Amen Re'-Priesterschaft

  • kleinkram abarbeiten


„Und was ist mit dieser schwangeren Göre, von der mir zu Ohren gekommen ist, wie hieß sie noch?“

„Ihr meint NeferNeferTRe? Das ist eine Angelegenheit, die wir noch unter Kontrolle bringen müssen.“

ThuTMosis trifft auf Gerüstbauer

ThuTMosis kommt an einer Baustelle vorbei, einige Arbeiter stellen in der Morgensonne gerade ein Baugerüst auf: „Kann ich bei euch mitarbeiten?“


„In dieser Kleidung???“, die Arbeiter müssen prusten vor Lachen: „Nee, Chef, ein kleiner Riss in dem teuren Stoff wäre mehr als unser aller Monatslohn zusammen. Geht echt nicht.“


ThuTMosis geht zum nächsten Markt und tauscht sein mantelartiges Obergewand aus Silberbrokat gegen einfache, aber robuste Arbeitskleidung. Dazu bindet er das Steinmetzwerkzeug seines Vaters an den Gürtel.

Zum Schluß findet er noch einen passenden Helm aus harten Leder, wie er ihn beim Vorarbeiter gesehen hat.

Sein gutes Paar Sandalen mit gebogener Spitze behält er an, da eh nichts in seiner Größe vorhanden ist.


(Bild: Sandalen)


Wieder an der Baustelle angekommen, fragt er: „Und wie sieht es jetzt aus?“

Der Vorarbeiter schaut verwundert: „Echt jetzt, seid ihr euch da wirklich sicher??? Die Arbeit hier ist hart, der Lohn schlecht und das Essen, naja, reden wir nicht darüber...“

„Ja, ich bin mir da ganz sicher.“

„Und wie sollen wir den 'edlen Herren' nennen?“

„Nennt mich einfach Mosche.“


Bis zur Mittagspause arbeitet ThuTMosis beim Aufbau des Gerüstes mit, dann spendiert er jedem der Arbeiter eine mit etwas Hammelfleisch, Käse und gekochtem Hafer gefüllte Paprikaschote an scharfer Sauce, dazu Fladenbrot und etwas Bier.

Nach dem Mittagspause geht die Arbeit weiter.


Und, wenn im Unterricht nicht gerade Mathematik oder Schreibkunde ansteht, so auch die folgenden Wochen und Monate.


Nachdem ThuTMosis gegangen ist, tuscheln die Arbeiter: „Also, für so'n feinen Pnkel...“

Szene Tuja & NeferNeferTRe

  • 7. Monat Schwangerschaft
    • Echnaton (9J.) fragt ständig wegen dickem bauch → nervt
  • Puffstory → drogen


Szene Aperel und may

  • gesteht mord an vater

Szene 'Amen Re'-Priesterschaft

  • Totenbuch

Drogenkauf

NeferNeferTRe, in die Kleidung einer einfachen Dienerin gekleidet, klopft an die Tür des Tempels: „Hallo, jemand da?“

Ein Schiebefenster öffnet sich: „Wer begehrt Einlaß in unser BethelHejm?“


„Ich bin es, jetzt mach die Tür schon auf.“, eine Minute später sitzt sie vor MeriNil.


„Also, ich nehme 5 Unzen Haschisch und habt ihr noch etwas Opium?

„Guck doch bitte mal nach.“, weist der Vikar eine der Dienerinnen ruhig an: „Wünscht ihr sonst noch etwas?“

„Naja, den Wocheneinkauf für den Prinzen soll ich noch mitbringen.“

„Sofort.“, und sucht die entsprechenden Mengen an Haschisch und Bethel zusammen.


„Alles?“, fragt der Vikar freundlich.

„Nein, etwas Pilze oder Mutterkorn für ThuTMosis noch.“

Die entsandte Dienerin kommt gerade mit einem kleinen Beutelchen Opium zurück: „Bitte.“, überreicht sie und kann gleich wieder mit dem entsprechenden Auftrag in das Lager gehen.


„Wieviel Opium wünscht ihr?“

„Eine halbe Unze dürfte genügen.“, MeriNil wiegt die entsprechende Menge ab.


Die Dienerin kommt mit etwas Mutterkorn und 5 getrockneten Pilzen zurück.


„Das wäre dann Alles“, sagt NeferNeferTRe.

„Das macht zusammen“, rechnet MeriNil vor: „9 Silbermünzen und 15 Kupfermünzen. Nicht noch eine Unze Kat, dann wären es genau 10?“

„Mach einfach.“


NeferNeferTRe zahlt und geht.


Szene

Szene NeferNeferTRe

  • Geburt MeriTAten
    • Willy fragen!





Treffen Tuja & 'Amen Re'-Priesterschaft

„Morgen Abend wird der Pharao ein Fest zu Ehren des erfolgreichen Umzugs nach Theben geben. Da schlagen wir dann zu.“, erläutert May.

Der Meuchelmörder nickt.


Eine Tempelwache kommt herein: „Hochwürden, die Mutter der großen, königlichen Gemahlin, Priesterin Tuja, erbittet eine Audienz.“


Der Bischof sieht den Meuchelmörder eindringlich an: „Entfernt euch unauffällig.“, und an die Wache gewandt: „Sie kann ruhig noch eine halbe Stunde schmoren, erst dann laßt sie vor!“

Der Meuchelmörder entfernt sich durch die Hintertür, May gönnt sich eine Tasse Mokka und ein kleines, zweites Frühstück.


Nachdem das Geschirr abgeräumt ist und der Bischof alle Krümel von seiner Amtsrobe entfernen lassen hat, wird Tuja vorgelassen.


Und kommt sofort auf den Punkt: „Was wisst ihr über den Tod meines Gatten?“

„Wir wissen genauso wenig wie ihr in dieser Angelegenheit.“, lügt May.


MeriPtah tritt herein: „Was ist heute los?“

„Unsere Priesterin fragt nach dem Tod ihres Mannes.“

„Haben unsere Ermittlungen denn etwas ergeben?“

„Bisher leider nicht.“, lügt May erneut.

„Dann können wir da leider nicht helfen.“, sagt MeriPtah an Tuja gewandt.


Tuja verlässt wutentbrannt den Tempel.

Im Gehen folgt von MeriPtah noch ein hämisches: „Glückwunsch zur Geburt eurer Enkelin!“


Szene AmenHotep III

  • Diplomatie
  • danach umzugsparty


Tod Tuja

„Scheiße, die Situation ist ja total unübersichtlich.“, zetert KaNechetPaAnhor, aber der Pharao besteht auf einer Einweihungsfeier zum Umzug: „Ihr kennt eure Aufgaben?“

„An MeriPtah dran bleiben.“, antwortet LaEhm.

Von Phex kommt:; „...und ich am Bischof.“

„Allgemeine Situation überwachen. Befehl verstanden!“, und überprüft dabei noch einmal den Sitz seiner Paraderüstung, einem auf Hochglanz polierten, bronzenen Schuppenpanzer.

„Gut, und ich bleibe beim Pharao und der 'Großen, königlichen Gemahlin'.“


2 Stunden später.

An Obed schlendert May vorbei, auf kurzem Abstand gefolgt von Phex: „Bei dir alles in Ordnung soweit?“, flüstert dieser kurz angebunden.

„Bisher ja...“, dabei sieht er, wie ein nubischer Diener Pulver in Tuja's Kelch schüttet.


„HALT!!!“, brüllt er noch und sprintet augenblicklich in die Richtung, wird aber auf dem Weg von mehreren im Weg stehenden Gästen am Vorankommen gehindert: „NEIN! AUS DEM WEG!!!“

Tuja trink einen Schluck.


Den gedungenen Mörder überwältigt Obed mit mehreren, harten Faustschlägen, aber für Tuja kommt jede Hilfe zu spät.


Verhör Meuchelmörder

„Ich habe ihn schon ordentlich auf Drogen gesetzt und Obed schlägt seit ungefähr einer halben Stunde auf ihn ein.“, erklärt Phex.

„Scheiße, und?“

„Kein Wort.“

„Habt ihr ihn durchsucht?“

„So sauber wie ein Baby, außer dem Giftdöschen war...“, legt eine kleine, kupferne Dose auf den Tisch: „...da absolut nichts zu finden. Kein Hinweis auf die 'Amen Re'-Priesterschaft. Er hatte einzig eine Börse mit einer Goldmünze, 6 Silbermünzen und 9 Kupfermünzen sowie einen kleinen Vorrat an Bethel dabei, hier.“, und wirft einen kleinen Lederbeutel Richtung Leutnant.

Während dieser den Beutel geschickt auffängt, brüllt er: „SCHEIßE!!!“, und knallt den Beutel auf den Tisch.


Szene 'Aten'-Sekte

  • Aanon 1. Arbeitstag!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Aanon klopft an die Pforte des BethelHejm.

Das kleine Sichtfenster öffnet sich, der Türsteher fragt: „Was möchtest du kaufen?“


„Nichts, oder vielleicht später. Ich muß den Vikar sprechen.“

„In welcher Angelegenheit?“

„Ich möchte eurem Orden beitreten.“

„Einen Moment.“


5 Minuten später öffnet sich die Tür und Aanon wird zu MeriNil vorgelassen.


  • 'Aten' verschenkt die Nüsse, er knackt sie nicht





Hinrichtung Meuchelmörder

„Der Gefangene sagt immer noch kein Wort, mein Pharao.“, erklärt Obed.

„Seit 3 Wochen? Dann muß es wohl so sein, richtet ihn wie seinen General.

Und ladet unter einem Vorwand die 'Amen Re'-Priesterschaft zu dieser Hinrichtung ein.“, fügt AmenHotep III noch hinzu: „Sie sollen Zeugen werden.“


2 Stunden später steht die gesamte Priesterschaft des 'Amen Re' im Palast.

„So kommt doch mit. Wir haben den Mörder meines einzigen Freundes Juja und seiner Frau endlich gefasst.

Seine Frau hieß Tuja, ihr müsstet sie gekannt haben, sie leitete jahrelang eure Freudenhäuser, denen ihr euren Reichtum verdankt.“ MeriPtah, May und der restliche Klerus folgen entgeistert: „Der Verurteilte wird gerichtet wie sein General.“


Die beiden 'Amen Re'-Hohepriester sehen kreidebleich, wie ihr gedungener Mörder und 4 Pferde auf den Platz geführt werden.

„Letzte Worte?“, fragt der Pharao.

Schweigen.

„Beginnt!“, der Pharao zwingt sich, bis zum Ende zuzusehen.


Szene Kids

  • Drogenparty
    • mosis malt skizzen von neffi und echnaton


Mumifizierung Tuja's

„Diese Mumie riecht ja ganz anders aus als die meines Vaters?“, fragt Teje I entsetzt.

„Aber so nehmen wir in 'Theben' doch schon immer die Mumifizierung vor.“, entschuldigt sich der oberste Balsamierer: „Werden in 'Tell el-ʿAmārna' denn andere Riten angewandt?“

„Dem Geruch nach, eindeutig ja.“


Teje I

„Erhebt euch.“, KaNechetPaAnhor tut, wie ihm geheißen.

„Ihr habt unserem Haus so lange treu gedient, aber meine jetzige Bitte ist etwas ungewöhnlich.“, fährt Teje I traurig fort: „Der Mord an meinen Eltern muß gesühnt werden!“

„Gut, was verlangt ihr?“

„Tötet PtahMosis und MeriPtah!“


„Wie ihr befehlt.“


SEK plant Mord

„Scheiße, ja, genau so lautet der Befehl.“

Phex knabbert an einem Hähnchenschlegel: „Und wen zuerst?“

„Ich würde zuerst den Alten töten, daß geht schnell und ohne viel Aufsehen.“, kommt es von Obed.


KaNechetPaAnhor und Phex schauen ihn an.

„Ähh, wir kennen doch seine Gewohnheiten, jeden Mittwoch geht er, naja, ihr wisst schon...“

„...und auf dem Heimweg, wenn er wie immer allein ist, machen wir es dann.“, vollendet Phex den Satz.

„Scheiße, es darf aber nicht auffallen.“, meint KaNechetPaAnhor, der sich in der Zwischenzeit auch eine Keule genommen hat.


„Hey Leute, was gibt es denn so Wichtiges?“, poltert LaEhm herein: „Oh, Hähnchen.“

„Setz dich!“, KaNechetPaAnhor erklärt kurz die Situation.


„Wie wollen wir es aussehen lassen, Unfall oder Raub?“, und stibitzt sich mit spitzen Fingern einen Flügel.

„Ähh, mir wäre Unfall lieber. Die Taschen können wir ja trotzdem durchsuchen, als wären später Tagediebe vorbeigekommen.“


„Gut, so machen wir es.“


Männlichkeitsprüfung ThuTMosis

NeferNeferTRe hat ThuTMosis schon lange nicht mehr so aufgeregt gesehen: „Ist es wegen deiner Männlichkeitsprüfung?“

ThuTMosis nickt, während er weiter nervös mit den Fingern auf den Tisch trommelt.

„Keine Sorge.“, erwidert beruhigend Neffi: „Du musst denen doch nur zeigen, daß du einen Beruf erlernt hast. Und du bist der beste Steinmetz, den ich kenne.“

„Weil ich der einzige Steinmetz bin, den du kennst?“, antwortet er ironisch.

„Du machst das schon.“, und legt ihm dabei zur Beruhigung die Hand auf die Schulter.


Die Tür geht auf: „Der Nächste!“

ThuTMosis betritt den Prüfungsraum.






PtahMosis ist tot

Obed und Phex warten an der Treppe, an der PtahMosis immer vorbeikommt.

„Hoffentlich beeilt sich der alte Drecksack. Mir ist es hier zu windig“, zetert Phex: „, wollen wir nicht dort drüb-.“,.

„Ruhe, er kommt.“


PtahMosis sieht 2 junge, komplett in Schwarz gekleidete Männer vor sich stehen, die Gesichter sind wegen der Kapuzen kaum zu erkennen. Ersterer wirkt eher klein und drahtig, der Andere ist ein Muskelberg.

„Haben wir dich!“, sagt Obed, packt ihn am Schlawittchen und wirft ihn einfach die Treppe herunter.

Phex geht nachsehen: „Lebt noch.“


Obed geht ebenfalls nach unten, hebt PtahMosis auf, schleift ihn wieder hoch und wirft ihn erneut: „Und, reicht es jetzt?“

„Nein, lebt immer noch.“


„Ähh, der Alte ist ja ganz schön zäh.“, und holt ihn erneut: „Und, reicht es jetzt?“

„Ich glaube schon.“, und fängt an, die Taschen zu durchsuchen.


Auswertung

„Scheiße, wie ist es gelaufen?“

„Ähh, wie geplant.“, sagt Obed.

Während dessen leert Phex seine Tasche aus: „Wir haben eine Goldmünze, 37 Silbermünzen, etwas Kupfer, dazu einen Brief und...“, hält er triumphierend in die Luft: „...den Siegelring der Kardinals.“


„Gut, was steht in dem Brief?“, nimmt und öffnet ihn.

„...zahlt 50 Goldmünzen für den Tod eines jeden Mitglieds der königlichen Familie...“, liest KaNechetPaAnhor laut vor und schaut auf: „Ihr wisst, was das heißt?“

„Ähh, Scheiße?“


MeriPtah wird neuer Hohepriester

Während MeriPtah mit viel Glanz und Gloria zum neuen Kardinal geweiht wird, tritt KaNechetPaAnhor unauffällig an Teje I heran: „Hohe Dame, ich habe hier etwas für euch.“, und übergibt eine kleine Tasche mit dem Brief und dem Siegelring.

„Danke. Habt ihr schon weitere Pläne?“, flüstert sie.

„Es wird Alles in die Wege geleitet werden.“


'Amen Re'-Priesterschaft

Wieder im Tempel, May spricht MeriPtah endlich an: „Wie soll es jetzt nach dem Tod unseres Hohepriesters weitergehen?“

Der neue Kardinal denkt lange nach.


„Wir müssen einen gewaltigen Schlag gegen das hohe Haus ausführen, wie ihn das Reich noch nie erlebt hat.“, und weiter: „Ist unsere Schwester im Geiste, wie hieß sie noch? Richtig, Anu. Ist sie immer noch Dienerin am Hof?“

„Soweit ich weiß, ja.“

„Lasst sie sofort herholen!“


Eine halbe Stunde später erscheint Anu, sie überragt selbst May fast um Haupteslänge.

MeriPtah und May instruieren sie.


Mord

Anu betritt das Privatgemach des Pharao.

„Ich habe nichts befohlen?“, fragt AmenHotep III erstaunt.

Mit einem geschickten Griff umklammert sie seinen Hals und drückt zu. Der Pharao hat keine Chance.


Nach ungefähr 5 Minuten entkleidet sie ihn, legt sie ihn in sein Bett und deckt ihn zu. Danach räumt sie noch auf.


„WACHE!!!“, zwei Palastwachen erscheinen.

Anu verweist auf den toten Pharao und lügt: „Ich habe ihn so vorgefunden.“


Tod AmenHotep III

SebakMosis tritt vor seine Schüler: „Kinder, ihr müßt jetzt Stärke zeigen. Euer Vater, AmenHotep III, ist gestern im Schlaf zu Anubis gegangen.“


„Ich habe gewusst, daß etwas nicht stimmt.“. keucht NeferNeferTRe.

„Bei Aten...“, sagt ThuTAmenHotep IV und fängt an zu wimmern.


„Es soll ein sanfter Tod gewesen sein, das Alter.“, trauert auch SebakMosis.


Teje I trauert

Teje I sitzt im Thronsaal.

„Hohe Dame, ihr habt mich rufen lassen?“, fragt SebakHotep, als er eintritt.

„Ja, kommt näher.“, und übergibt ihm den Brief: „Das ist eine Menge Gold. Könnt ihr das nachprüfen?“

„Sofort.“, und fängt an zu lesen.


Tuja trauert weiter: „Mein Gemahl, warum musstest du mich verlassen?“


KaNechetPaAnhor tritt ein.

Teje I schaut auf: „Und, war es Mord?“

„Wir wissen es noch nicht. Aber es ist sehr wahrscheinlich.“


SebakHotep kommt ungewohnt eilig auf KaNechetPaAnhor zugestürmt: „Eine der Dienerinnen ist gestern verschwunden.“

„Ja, und, was hat das hiermit zu tun???“

„Es heißt, mit 50 Goldmünzen.“

Der Leutnant wird sofort hellhörig.


Ermittlungen

Obed und LaEhm lümmeln auf einer Couch rum, Phex steht vor dem Papyrusregal: „Wo war noch das Urteil 'ThuTMosis II gegen den König von Kanaan in Sach-?“

„ACHTUNG!“, brüllt KaNechetPaAnhor und betritt mit SebakHotep im Schlepptau die Schreibstube.

Alle sind sofort aufmerksam.


KaNechetPaAnhor nimmt hinter seinem Schreibtisch Platz, SebakHotep davor.

„Also, sprecht!“


Nachdem dieser seinen Bericht abgeliefert hat, brüllt der Leutnant: „REKRUT!!!“

Ein junger Rekrut erscheint: „Hol uns etwas zu Essen und Bier!“


10 Minuten lang versuchen alle die Situation zu klären, dann erscheinen 2 Rekruten mit einer Schüssel voll von in Blätterteig gebackene Garnelen und zwei Krügen Bier.

„Danke, wegtreten!“


„Ähh, ich fasse zusammen: eine Hethiterin, Name: Anu, über 1,85m, schlank, blond?“

„...und seit kurzem sehr reich.“, fügt Phex hinzu.

„Dürfte einfach zu finden sein.“, sagt LaEhm: „Ich geh mal auf den Markt, bekomme ich Geld?“

Grummelnd gibt KaNechetPaAnhor ihr 10 Silbermünzen. Auf dem Weg nach draußen schnappt sie sich noch eine Hand voll Leckereien.


2 Stunden später führen drei Rekruten die Gesuchte herein.

„Und, wie gefällt euch mein neues Kleid?“, fragt LaEhm unschuldig.

Obed ist begeistert: „Ich liebe dich.“


Danach beginnt das Verhör.


Verhör Dienerin

„Uns ist klar, daß du uns nichts erzählen wirst. Du hast wahrscheinlich einfach nur Angst.“, beginnt Obed einfühlend, baut sich aber in voller Größe vor ihr auf.

„Ich habe Nichts zu befürchten!“, darauf besteht sie, und richtet sich ebenfalls auf.


„Ähh, wie, 'Nichts zu befürchten'?“, wundert sich Obed: „Also, das Gold ist schon mal weg, das ist dir doch klar?“

„Das Gold ist unwichtig, ich werde beschützt werden.“


„Wie, etwa dieser lächerliche Lump von Bischof May?“, Obed schaut sie verwundert an.

„Nein, wesentlich bedeutender!“

„Nein, nicht MeriPtah?“, Obed tut erschrocken.

„JA, WER SONST?“


„Da gibt es jetzt nur ein Problem.“, beginnt Phex: „Mit deinem Wissen über unser Wissen dürfen wir dich nicht frei herumlaufen lassen.“

Die Dienerin schaut sich verwirrt um: „WAS WAGT IHR???“


KaNechetPaAnhor, der bisher geschwiegen hat, erhebt sich langsam: „Scheiße, ich habe jetzt genug gehört. Du hast aus niederen Motiven den Pharao ermordet! Ersäuft sie!“

Obed und LaEhm greifen zu und drücken ihren Kopf in einen Wischeimer.

Nach 2-3 Minuten erlischt die Gegenwehr.


„Gut, lasst die Leiche verschwinden! Aber so, das die 'Amen Re'-Drecksäcke sie morgen früh finden.“


Am nächsten Morgen

„Mein Bischof, kommt mit!“

„Was ist passiert?“

„Eine unserer Schwestern im Geiste, sie wurde erst ertränkt und danach an die Tempelpforte genagelt.“