BY:Landesparteitag 2013.2/Antragsfabrik/Wahlprogramm 020
Antragstitel
Landwirtschaft und Tierschutz Antragsteller
Antragstyp
Wahlprogramm Antragstext
Es wird beantragt folgenden Programmpunkt in das Landtagswahlprogramm mit aufzunehmen: Landwirtschaft und TierschutzWir werden eine verantwortungsbewusste und ressourcen-schonende Landwirtschaft, die gesunde Produkte hervorbringt und den Landwirten ein faires Einkommen verschafft unterstützten. Ziel ist eine leistungsfähige, regional angepasste Landwirtschaft, die sich in transparenten Netzwerken organisiert. Die Landwirtschaft in Bayern ist so vielfältig, dass es nicht einfach einen einzigen richtigen Weg gibt. Daher sollen alle Betroffenen bei der Planung mitbestimmen können. Um dies zu erreichen werden wir eine Kommission des Landtags einrichten, welche Umfragen und Studien fertigt. Neubewertung von SubventionenWir setzen uns dafür ein die Verteilung der Argrarförderungen nach neuen Bewertungsmaßstäben zu verteilen. Wir wollen weg von der Förderung der Großunternehmen, welche billige Massenware auf Kosten der Umwelt und Zuliefererländer produzieren. Außerdem dürfen Exporte von überschüssigen Agrarprodukten nicht mehr so stark bezuschusst werden, da durch Sie die lokale Erzeugungsstruktur zerstört wird. Wir werden die Gelder umlenken um die nachhaltigen Nutzung unserer Ressourcen gezielt zu fördern. Nachhaltiger KonsumWir werden uns im Landtag für eine Stärkung des Verbrauchers einsetzen. Ein bewusster und nachhaltiger Konsum wird es nur dann geben, wenn die Tatsachen über Kosten und Rohstoffverbrauch in der Produktion der Lebensmittel offen dargelegt werden und auf den Verpackungen die Herkunft und Produktionsart der Inhaltsstoffe. Wir werden daher die Verbraucher bilden und mithilfe von Kampagnen über die existierenden Ökosiegel und einen nachhaltigen Konsum informieren. Dabei ist Aufklärung und nicht Verbote unser Grundsatz. Kampagnen wie zum Beispiel das Klimafrühstück oder lokale Bürgerinitiativen zu dem Thema Nachhaltigkeit möchten wir unterstützen. LebensmittelkennzeichnungWir werden uns dafür einsetzen, dass bei Fleisch und Eier, Herkunft, Haltungsform und Fütterung - insbesondere ob gentechnisch veränderte Futtermittel zum Einsatz kamen - zu kennzeichnen. Darüber hinaus sollen auf Verpackungen keine falschen Tatsachen suggeriert werden. Für Milchprodukte würde dies beispielsweise bedeuten, das nicht nur die verarbeitende Molkerei zu kennzeichnen ist, sondern auch die ursprüngliche Herkunft der Milch. Die aktuellen EU-Richtlien zur Allergenkennzeichnung sind leider immer noch unvollständig. So werden wichtige Grundnahrungsmittel wie Brot, Milch oder Pflanzenöl überhaupt nicht gekennzeichnet. Hier besteht Nachholbedarf. Regionaler KonsumVerbraucher können durch gezielten Konsum bei regionale Kennzeichnung einen Beitrag zur Verringerung der Transportwege bei Tieren und des Verkehrs im Allgemeinen leisten. Durch regionale Kreisläufe werden transparente und überschaubare Strukturen möglich, die das Vertrauen zwischen den Bäuerinnen, Bauern und den Verbrauchern stärkt. Darüber hinaus werden so die regionalen Eigenheiten der Landwirtschaft gestärkt. Tierversuche weitestmöglich vermeidenTierversuche sollen für pharmazeutische Stofftests und andere Experimente nicht mehr verpflichtend sein. Insbesondere, wenn tierversuchsfreie alternative Verfahren vorhanden sind sollten ausschließlich diese angewandt werden. Um einen Rückgang von Tierversuchen zugunsten von Forschung an alternativen Methoden zu bewirken gilt es die Fördermittel für Tierversuche auf tierversuchsfreie Forschungsmethoden zu verlagern. Gibt es wissenschaftlich erprobte Alternativmethoden für bestimmte Testverfahren, dürfen dafür keine Tierversuche eingesetzt werden. Keine Tiere in ZirkusseEine artgerechte Tierhaltung ist in Zirkussen nicht möglich. Die besonders großen Ansprüche an Haltung, Pflege, Ernährung, Betreuung und Sachkunde der Halter können in reisenden Unternehmen nicht erfüllt werden. Zudem werden hier Tiere zum Amüsement des Menschen aus ihrer natürlichen Umwelt gerissen und gefangen gehalten. Wir werden daher ein Verbot von Wildtierhaltung in Zirkusbetrieben unterstützen. Das Erstellen von Positivlisten der domestizierten Tierarten, die noch in Zirkusbetrieben gehalten werden dürfen, muss erarbeitet werden und landesweit vorgehalten werden. Transparenz ist für fahrende Betriebe unerlässlich. Strenge Vorgaben und Kontrollen müssen nicht nur die artgemäße Haltung gewährleisten, sondern Zirkussen, die diese Anforderungen nicht einhalten können, den Verzicht der Tiere auferlegen können. Dazu werden wir es den Behörden ermöglichen besonders schlecht gehaltene Zikustiere beschlagnehmen zu können.
Antragsbegründung
Positionspapiere: http://wiki.piratenpartei.de/BY:Positionspapiere/POS-050 http://wiki.piratenpartei.de/BY:Positionspapiere/POS-051 http://wiki.piratenpartei.de/BY:Positionspapiere/POS-091 http://wiki.piratenpartei.de/BY:Positionspapiere/POS-092 http://wiki.piratenpartei.de/BY:Positionspapiere/POS-094 Gruppe
Zuständigkeit
Datum der letzten Änderung
19.04.2013 |
Anregungen
Bitte hier Tipps zur Verbesserung des Antrages eintragen.
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Diskussion
+ das ist richtig, weil
- — das sehe ich anders, da
- + du irrst, denn
- Ο ist das denn wirklich so?
— x trifft nicht zu, da
- + doch das trifft zu, weil
Unterstützung / Ablehnung
Piraten, die vrstl. FÜR diesen Antrag stimmen
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Piraten, die vrstl. GEGEN diesen Antrag stimmen
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Piraten, die sich vrstl. enthalten
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